Tanzverbot-proof: Fünf sittliche Tipps für Karfreitag

| Foto: Roswitha Siedelberg (CC BY-NC-SA 2.0)

Von Donnerstag 18 Uhr bis Samstag 6 Uhr zeigt die Kirche wieder, wer die Hosen anhat: Dann nämlich ist öffentlicher Spaß, Spiel und Tanz streng verboten. Damit ihr nicht den gesamten Karfreitag gelangweilt an die Decke starren müsst, haben wir uns ein paar schöne Tipps für den stillen Karfreitag ausgedacht:

1. Als Untergattung des Tanzes ist (ironischerweise) auch der Eiertanz an Karfreitag Tabu: Eine gute Gelegenheit also, Dinge anzusprechen, die man schon lange loswerden wollte, aber sich nie getraut hat oder, wahlweise, einen Tag lang ohne falsche Höflichkeit durch die Welt zu gehen und alles auszusprechen, was man gerade so denkt.

2. Auch Theaterstücke dürfen am Karfreitag nicht aufgeführt werden, es sei denn, sie entsprechen „dem Charakter des Feiertages„. Na dann,: Lade deine Freunde ein, hol dein Kasperle-Theater, Playmobil oder Lego aus dem Keller und spiele die Passion Christi oder „Das Leben des Brian“ nach.

3. Wenn Lach- und Sachgeschichten an diesem Tag offensichtlich verboten sind, kann man sich ja endlich mal Themen widmen, die sonst keine Sau interessieren: Du hegst eine heimliche Liebe für das Wanderverhalten des Regenwurms oder grammatische Sonderfälle des Altgriechischen? Heute ist der Tag, deinen Bekannten darüber einen endlos langen Vortrag zu halten.

4. In drei Tagen kommt nach heidnischer Tradition bekanntlich bereits der Osterhase. Zeit, ihm einen Streich zu spielen: Drehe den Spieß um und hinterlasse Botschaften oder Gegenstände, an Orten, an denen sie das alte Langohr bei der Arbeit unverhofft finden wird.

5. Angesichts der derzeitigen Temperaturen, bleibt uns ansonsten nur noch ein einziger Rat: Geht noch am Donnerstag in den Baumarkt und besorgt euch eine Kettensäge, anders werdet ihr Schokohase, Eier und Co wohl kaum aus dem vereisten Boden befreien können.

Frohes Fest!

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