Niemals geht man so ganz. Nachruf auf Hardy Hartmann

Viele Menschen haben zur Kultur im Tal beigetragen und nur wenige kamen zu Ehre. Doch viele hätten es verdient, so auch Hardy Hartmann. Der 1962 in Reutlingen geborene Künstler malte und zeichnete Zeit seines Lebens, wo auch immer er war. Seine vielen Reisen durch die Welt inspirierten ihn unter anderem zu den Fraktal-Gemälden seines „Mundus Afrikus“-Zyklus’ und führten ihn schließlich nach Wuppertal, wo er während des Studiums der Sozialwissenschaften für das Pina Bausch Tanztheater tätig war. Immer war er in seinem Schaffen bemüht, viele Kunstformen zusammen zu führen, getreu seiner Überzeugung „Alles ist Kunst!“ Der umtriebige und auch eigenwillige Künstler war durchweg bestimmt von einer tiefen Spiritualität, aber auch von der obskuren Avantgarde-Band The Residents. Er legte immer ein genauso gutes wie auch scharfes Auge an den Tag für den „Sumpf des Lebens“ und war als fester Bestandteil in der Wuppertaler Subkultur verankert und geschätzt. Als Teil dieser Kultur bleibt er: Hardy Hartmann. Ein Künstler aus unserer Mitte.