Mit dem Foyer schließt der nächste Düsseldorfer Club

Bild aus glücklichen Tagen: Foyer

"Das war final"

Über das Clubsterben in Düsseldorf war zuletzt an dieser Stelle einiges zu lesen. Nun ist die Landeshauptstadt um eine weitere Anlaufstelle ärmer. Im Foyer am Worringer Platz werden die Pforten zukünftig geschlossen bleiben.

Bereits seit Anfang des Jahres hing Foyer-Betreiber Daniel Fritschi in der Luft, da das Bauaufsichtsamt aufgrund eines hohen Krankenstands mit dem Ausstellen der für den Betrieb erforderlichen Genehmigung nicht nachkam. Nachdem letztere zunächst bis Ende Juni in Aussicht gestellt wurde, hat man schließlich einen sofortigen Veranstaltungsstopp verfügt. Trotz geltender Personenbeschränkung auf 200 Besucher gingen die Damen und Herren vom Amt zu dem Zeitpunkt aufgrund der Quadratmeterzahl des Foyers bereits von über 800 Gästen aus – eine Zahl, die entsprechend aufwändigere Brandschutz-Auflagen nach sich zieht.

„Da wäre eine Investition von bis zu 150 000 Euro fällig gewesen“, schätzt Fritschi. Verwunderlich: Nach der Durchführung der Maßnahmen hätte er nach wie vor lediglich eine Zulassung für 200 Personen bekommen. Dass Brandschutz derzeit ein sehr sensibles Thema ist, kommt nicht von ungefähr. Es hängt vielmehr mit dem Diskothekenbrand in Brasilien zusammen, der im Januar dieses Jahres über 200 Menschen das Leben kostete. Trotzdem könne man die Gegebenheiten in dem südamerikanischen Land kaum mit denen hierzulande vergleichen, meint Fritschi.

Nun hat sich der Clubmacher schweren Herzens entschieden, das Feld, das er seit fast genau drei Jahren beackerte, zu verlassen. Die Stadt schneidet sich mit der Schließung gewissermaßen ins eigene Fleisch, hat doch das Foyer mit zur Aufwertung des Problemkiezes beigetragen. „Was hier stattfand, war mehr als reiner Clubbetrieb“, so Fritschi. „Die Leute, die hier aufgetreten sind, gastierten auch im Berghain, im Tresor oder in Londoner Clubs. Das hatte internationales Niveau.“

Dafür hat Fritschi viel investiert – Geld und Arbeit. Noch zuletzt hat er unter hohem Aufwand die Schalldämmung verbessert. Allein das Material habe ihn 10 000 Euro gekostet, sagt er. Nutzen kann er all das nicht mehr. „Das war auf jeden Fall final.“ Trotz des Ärgers kann er sich vorstellen, den Clubbetrieb an neuer Stelle weiterzuführen. Eine Location hat er bereits im Auge. Könnte also sein, dass demnächst auch mal wieder ein Club eröffnet in Düsseldorf. Schön wäre es ja.

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