DJs gegen GEMA„Abzocke“: Fight for your right for party?

| Foto: Marc Burger

„GEMA nach Hause“, „GEMA Alarm machen“, „GEMA weg: Wir wollen tanzen!“: Die Parolen sind knackig wie die Temperaturen, doch der Funke will nicht überspringen. Geschätzt 50 Leute folgen dem Protest deutscher DJs gegen die neue Zwangsabgabe von 13 Cent pro abgespieltem Song.

Trotz 1000 Zusagen auf der Facebook-Seite frösteln vorwiegend die Veranstalter, Ordner und ein paar Piraten auf dem Kinovorplatz hinterm Dortmunder Bahnhof. Techno-Mucke wummert von den Demo-Lkws, Kontrolleure der „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ sind zwar keine da (oder bleiben wie immer diskret), doch genau davor fürchten sich DJs ab dem 1. April: Vor „Vergütungssatz VR-Ö“, der vielen Scheiben-Auflegern mit oder ohne Laptop, die mehrheitlich als Kleinunternehmer unterwegs sind, an die ohnehin prekäre Existenz gehen dürfte. Diese GEMA-bedingte Finanznot lindern, könnten allenfalls höhere Gagen seitens der Veranstalter, die steigende Gebühren ans Publikum weiterreichen – oder das wehrt sich und kämpft für sein Bedürfnis auf bezahlbares Tanzen. Doch leichter gesagt als getan. Einerseits lag die karge Solidarität mit den DJs sicher am unterirdischen Wetter sowie parallelen Antifa-Demos, andererseits kennt die Konsumentenpower auch auf diesem Feld ihre Grenzen: Auch Disco-Gänger müssen erst mal das Geld für die Partys zusammenkriegen. So gesehen ist das handfesteste aller Transparente an diesem Ostersamstag: „Esst mehr Käsetoast!“

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