Blättern, klicken oder wischen? Wie lest ihr?

Hat die gedruckte Zeitung bald ausgedient?

Die gedruckte Ausgabe des Stadtmagazins Prinz ist Geschichte, die Financial Times Deutschland hat dicht gemacht, für die Frankfurter Rundschau sieht die Zukunft mal mehr mal weniger düster aus, und die Westfälische Rundschau glaubt fortan ohne eigene Lokalredaktionen auskommen zu können. Ist Printjournalismus noch zu retten, oder wollen sich Leser demnächst nur noch über PCs, Tablets oder Smartphones informieren? Nele Posthausen hat nachgefragt!

Umfrage: Zeitungsleser (11)

Andrea (23)
Ich kaufe hin und wieder die ZEIT am Kiosk. Wie oft, das richtet sich danach, wie viel in der Welt so los ist. Wenn mehr passiert, muss ich mich ja auch mehr informieren. Insgesamt gebe ich vielleicht so fünf Euro im Monat aus, das reicht dann aber auch. Abends schaue ich gerne mal in den coolibri. Wenn ich mit Freuden spontan weggehen will, ist es super einfach, mal einen Blick in den Kalender zu werfen.
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Andrea (23)
Christian (27)
Meistens gehe ich direkt zu Google News und schaue nach aktuellen Nachrichten. Ich klicke mich so durch. Mir ist egal, ob Google mich auf Stern, Focus oder Spiegel Online weiterleitet. Wo ich lande, klicke ich meist so weiter und schaue halt, was mich noch interessiert. Für die Inhalte würde ich aber niemals zahlen. Ich zahle ja GEZ, das muss reichen.
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Christian (27)
Corinna (24)
Ich lese vor allem Spiegel Online. Und jetzt habe ich von meiner Mama gerade ein Abo für die ePaper-Ausgabe vom Spiegel bekommen. Das finde ich ziemlich gut, weil ich das zwar super gerne lese, aber so richtig viel Geld möchte ich dafür nicht ausgeben. Ich muss schon zugeben, dass sich ein normales Spiegel-Abo zum Beispiel für mich nicht lohnen würde. Die ganze Ausgabe bekomme ich dann ja doch nicht immer durch.
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Corinna (24)
Inga (29) und Malte (29)
Bei uns ist das sehr unterschiedlich. Inga liest gerne im Netz, ich muss immer alles ausgedruckt haben. Selbst wenn ich Online-Artikel spannend finde, drucke ich sie mir aus, damit ich darin Wichtiges markieren kann. Und das wird dann ja teurer, als wenn ich mir einfach Zeitungen kaufe. Richtig gerne lese ich coolibri. In den Artikeln suche ich mir dann Veranstaltungen raus, die ich noch nicht kenne und besuchen will. Wir müssen zum Beispiel unbedingt mal zu diesem Mittelalter-Markt!
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Inga (29) und Malte (29)
Hanna Lisa (25)
Ich lese fast gar nicht Zeitung. Früher bei meinen Eltern haben wir immer das Darmstädter Echo gehabt. Die habe ich am Wochenende mal so durchgeblättert. Aber mir selbst kaufe ich höchstens mal die NEON oder zum Beispiel Theater heute. Das interessiert mich eben, weil ich selbst Theater mache. In der WG haben wir noch den coolibri. Da schauen wir dann rein, wenn wir das Wochenende planen. Mir fehlen einfach Interesse und Zeit, um regelmäßig Zeitung zu lesen.
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Hanna Lisa (25)
Karolina (23)
ch lese alles nur auf Papier, mit Online-Artikeln kann ich einfach nichts anfangen. So einmal in zwei Wochen etwa hole ich mir eine Zeitschrift. Welche Zeitschrift das ist, ist dann aber ganz unterschiedlich: Mal den Spiegel, mal die inTouch. Insgesamt würde ich ungern mehr als zehn Euro im Monat für Zeitschriften ausgeben, außer vielleicht für so was wie Geo Epoche. Die Magazine sind so dick, das ist ja fast wie ein Buch. Die finde ich spannend und können auch ruhig mal mehr kosten.
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Karolina (23)
Katrin (27)
Auf der Arbeit bekommen wir die WAZ, die lese ich dort immer. Allerdings interessiert mich der Lokalteil eigentlich nicht wirklich, da blättere ich nur mal so durch. Interessant finde ich den Mantelteil, zum Beispiel Politik. Ich selbst habe zu Hause ein Abo der Greenpeace-Zeitung und ein Spiegel-Abo. Auf meinen langen Zugfahrten kann ich den auch jede Woche komplett durchlesen. Wenn das jetzt alles teurer würde, wäre meine Schmerzgrenze wohl bei 15 Euro im Monat, dann würde ich den Spiegel kündigen.
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Katrin (27)
Morris (20)
ch lese echt selten Zeitung. Wenn dann lese ich mal die ZEIT. Die hole ich mir vielleicht so einmal in drei Monaten und lese die auch komplett durch. Das Gute ist ja, dass die so umfassend ist, dass man eigentlich immer informiert ist. Wenn es um Veranstaltungen geht, gucke ich übrigens auch gern in den coolibri. Und für aktuelle Nachrichten höre ich viel Radio. Gezwungenermaßen, denn ich pendele jeden Tag zwei Stunden mit dem Auto.
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Morris (20)
Rouven (27)
Ich schlage immer sofort zu, wenn es diese Test-Abos an der Uni gibt. Dann lese ich umsonst zum Beispiel die Süddeutsche für drei Monate und bestelle sie dann wieder ab. Sonst lese ich eigentlich nur online. Manchmal hole ich mir am Kiosk die ZEIT oder die WAZ, aber das ist dann schon eher spontan. Wenn ich irgendwann mal mehr verdiene, gönne ich mir sicher auch ein Abo. Aber das ist eben eine Geldfrage. So wie es bei der taz ist, dass man freiwillig seinen Preis bestimmt, finde ich das super.
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Rouven (27)
Sascha (19) und Milan (25)
Wir lesen beide eher Zeitschriften als Zeitungen – inTouch, Gala, Adel Aktuell, InStyle, Glamour. Und auch Szene-Magazine sind uns wichtig. Die Schwulissimo liegt zum Beispiel in allen möglichen Clubs aus, die ist dann auch umsonst. Vor allem weil wir oft selbst mit Story und Bild in diesen Magazinen sind, finden wir das super spannend. Auf dem Handy haben wir dann Apps: N24 Nachrichten und die App der BILD. Das ist einfach aktueller und schneller, als Zeitungen am Kiosk zu kaufen.
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Sascha (19) und Milan (25)
Tanja (36)
Puh, ich lese schon relativ wenig Zeitung. Häufig am Wochenende oder wenn ich Bahn fahre, hole ich mir mal die Rheinische Post oder die Ruhr Nachrichten. Aber Abos finde ich total doof. Da ist man dann so verpflichtet. Und es gibt ja auch immer Teile, für die man eigentlich nicht zahlen mag. Den Sportteil lese ich zum Beispiel fast gar nicht. Dafür interessieren mich Kunst und Kultur total. Wenn Zeitungen irgendwann teurer würden, wären zwei Euro meine absolute Grenze pro Stück.
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Tanja (36)

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