Bundesverdienstkreuz am Bande für Marianne Menze und Hanns-Peter Hüster

M. Menze (2. von links) und H.-P. Hüster (Mitte) | Foto: Peter Prengel Stadtbildstelle Essen

Man kennt Marianne Menze und Hanns-Peter Hüster wohl vor allem als Retter der Lichtburg. Zusammen mit einer Initiative von Bürgern, Kultur- und Filmschaffenden verhinderte das Ehepaar, dass das Kino zu einer Shopping Mall wurde. Seit der Sanierung vor zwölf Jahren ist die Lichtburg wieder Deutschlands größtes Filmtheater und regelmäßig Premierenkino.

Menze und Hüster waren aber auch an der Rettung des „Filmstudio Glückauf“ beteiligt, das 2009 wiedereröffnet werden konnte und nächstes Jahr 90 Jahre alt wird. Nicht ganz so alt ist die „Galerie Cinema“ in Essen, die Hüster 1966 unter dem Namen „Cinema66“ als erstes kommunales Kino in Deutschland startete. Was mit privaten Kinovorführungen im Luftschutzkeller der Eltern begann, wurde zum Beruf und die „Filmtheaterbetriebe Hanns-Peter Hüster“ mit fünf Kinos in Essen bzw. einem Kino in Mülheim an der Ruhr zu einem Synonym für Filmkunst. Zusammen mit seiner Frau hat Hüster den Anspruch, den historischen Charakter der Filmtheater zu erhalten oder in Eigenleistung wieder herzustellen. Damit leisten sie „einen bedeutenden Impuls für die Stadtentwicklung, fördern die Belebung der Innenstadt und wirken so einer Verödung der City entgegen“, so die Begründung für die Verleihung der Verdienstkreuzes. Die beiden bekamen die Auszeichnung am Montag im Essener Rathaus von Oberbürgermeister Reinhard Paß überreicht.

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