RCR: Das „Radio fürs Ruhrgebiet“ geht an den Start

Martin Krix (hinten, 2. v.r.), Markus Dömer (vorne, 1. v.l.) und Sascha Frenzel (hinten, 2. v.l.) haben schnell ein großes Team um sich geschart. | Foto: Regener

Ein neuer Sender schickt sich an, die Lokalradio-Landschaft aufzumischen. Am 9. Januar 2017 geht das „RCR – Radio fürs Ruhrgebiet“ an den Start. Die Macher stemmen den Betrieb ehrenamtlich, bekommen aber lokalprominente Unterstützung.

Martin Krix ist einer von drei Köpfen hinter dem Projekt. Eigentlich arbeitet Krix bei der Polizei, aber Musik und Sound begleiten ihn schon lange. „Ich habe schon vor 35 Jahren als DJ aufgelegt, unter anderem im Nanu in Herne und im Prisma in Dorsten“, sagt Krix. Anfang der 90er-Jahre interessierte er sich für Lokalradios und hatte eigene Sendungen, etwa bei der damaligen Ruhrwelle in Bochum.

„2015 kam dann in Castrop-Rauxel jemand auf die Idee, ein Lokalradio aufzumachen“, so Krix. Da hat er anfangs mitgemischt, aber dann trennten sich die Wege. Aber Krix konnte Kontakte knüpfen. Gemeinsam mit Markus Dömer, der sonst bei einer Versicherung arbeitet, und Sascha Frenzel, der für einen Lebensmittelgroßhändler tätig ist, hat er eine GbR gegründet, um den eigenen Sender zu stemmen. Die Unterstützung ist groß.

Heavy Metal vom Kult-Cop

Neben befreundeten Moderatoren, konnte Krix auch Lokalpromis mit ins Radio-Boot holen. „Ich habe nach und nach einfach ein paar Ruhrgebietsköpfe angesprochen.“ Mit dabei: Willi Thomczyk. Der Schauspieler bringt den Hörern in seiner Sendung seine Sicht der Dinge zum Weltgeschehen näher. Heavy Metal gibt es von Thomas Weinkauf, dem Harry-Teil des ehemaligen Kult-Polizisten-Gespanns Toto und Harry. Auch VfL-Bochum-Stadionsprecher Michael Wurst ist mit von der Partie. In seiner Sendung gibt es Rock im Bon-Jovi-Style. Weitere Promi-Moderatoren: Schlagersänger Marcus Kuno und der Wuppertaler Rapper Mooon. Neben Musik und Promi-Sendungen gibt es auch Nachrichten. „Vorerst aber nur Weltnachrichten“, so Krix. Noch gibt es kein Geld für Lokalreporter.

Krix und Kollegen haben mit dem neuen 24-Stunden-Sender einiges vor. „Wir starten als werbefinanziertes Webradio“, sagt Krix. Das soll für Werbekunden irgendwann so interessant sein, dass das Geld reicht, um den Sender ins Kabel-Netz einzuspeisen und digital an den Start zu gehen. Der erste Schritt ist aber bescheidener. „Mitte 2018 wollen wir fürs Erste soweit sein, dass die Einnahmen alle Kosten decken.“