Blog: Feminismus im Pott

Musikerin Jules*Cachecoeur im Blog-Portrait | Foto: Lilli Boheme

Der Blog "Feminismus im Pott" informiert seit einigen Monaten über aktuelle Themen und Veranstaltungen aus der feministisch-emanzipatorischen Szene. Bloggründerin Lilli Boheme verrät, was hinter der Initiative steckt.

Was ist eure Motivation?

Bisher gab es im Ruhrgebiet keine digitale Plattform, die über feministische Themen und Veranstaltungen informiert hat - das wollten wir ändern!"Feminismus im Pott" bündelt verschiedene Themen, Initiativen, Vereine sowie einzelne aktive Personen. Der Blog kann also die Suche auf vielen verschiedenen Websites ersetzen und uns und alle anderen Interessierten vernetzen.

Wer bloggt bei euch?

Im Kern sind wir eine kleine Gruppe, einige von uns studieren Gender Studies an der Ruhr-Uni Bochum. Es gibt aber auch einen größeren Kreis von Leuten, die sich immer wieder einbringen. Wenn noch jemand bei uns mitmachen möchte – kein Problem!  Alle Menschen, die für die Sache brennen, sind dazu eingeladen den Blog zu unterstützen und das unabhängig vom Geschlecht. Ihr seid herzlich willkommen.

Für wen schreibt ihr?

Der Blog ist für alle Menschen gedacht, die sich mit unseren Prinzipien identifizieren und die gleichen Ziele verfolgen. Wir wollen in keine Richtung ausschließend sein, nur sind wir gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und andere Formen von Diskriminierung.

Ist Feminismus als Begriff nicht ein bisschen angestaubt?

Ich sehe mich in einer feministischen Tradition, die bei der Frauenbewegung beginnt und die sich bis  heute weiterentwickelt hat. Der Begriff ist für mich überhaupt nicht angestaubt, denn was wir machen, ist widersprüchlich zu dem, was viele unter Feminismus verstehen. Wir schreiben nicht im Sinne der 70er Jahre und Alice Schwarzer, sondern wir möchten kritische Stimmen im Ruhrgebiet sammeln und eine Vielfalt der Feminismen wiedergeben. Wenn der Begriff dadurch weniger abschreckend wird, ist das ein schönes Ergebnis.

Eure Texte wirken manchmal ziemlich akademisch.

Klar, denn wir studieren alle und haben entsprechende Interessen. Gerne können aber auch Menschen jeden Alters bei uns bloggen und  Personen, die gar nichts mit  der Uni zu tun haben. Wir können nur für uns selbst sprechen – umso spannender ist es, auch Menschen zu erreichen, die komplett andere Leben führen.

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