Essener Bürger stimmen gegen den aktuellen Plan zum Messeausbau

Eine knappe Mehrheit stimmte beim gestrigen Bürgerentscheid gegen den aktuellen Umbauplan der Messe Essen. Bei einer Wahlbeteiligung von 28,8 % stimmten 66.066 Bürger und Bürgerinnen für die Aufhebung des bisherigen Ratsbeschlusses – eine knappe Mehrheit von rund 1000 Stimmen.

Der Ratsbeschluss sah vor, die Messe Essen für rund 123 Millionen Euro auszubauen und zu modernisieren. Die Gegner dieses Ausbaus befürchten, dass die ohnehin schon hoch verschuldete Stadt sich mit dem Projekt finanziell übernimmt und dass dieses auf Kosten von Sozialleistungen sowie Kitas und Schulen geschehen würde.

Oberbürgermeister Paß sieht die Modernisierung hingegen als notwendigen und wichtigen Schritt an, um Essen als Wirtschaftsstandort zu stärken. Er bezeichnete das Ergebnis als ein Zeichen „in Richtung Abwärts – mit ungewissen Ausgang" für die Stadt Essen und stellte angesichts dessen die Frage, „wo Bürgerentscheide ihre Grenze haben“.

Nach derzeitigem Demokratieverständnis ist der Entscheid jedoch gültig. Die Stadt Essen muss sich nun einen neuen Finanzierungsplan überlegen, wenn sie am Umbau der Messe festhalten will. Die Gegenseite kündigte indessen Bereitschaft an, gemeinsam neue Pläne für den zukünftigen Wirtschaftsstandort Essen zu machen. „Der knappe Ausgang bedeutet, dass beide Seiten aufeinander zugehen und miteinander reden müssen“, so der Grünen-Landtagsabgeordnete Mehrdad Mostofizadeh, der einer der maßgeblichen Initiatoren des Begehrens war.

„Der knappe Ausgang bedeutet, dass beide Seiten aufeinander zugehen und miteinander reden müssen“, meinte Mehrdad Mostofizadeh, Grünen-Landtagsabgeordneter und einer der maßgeblichen Initiatoren des Begehrens:

Für Essen geht es laut OB Paß nach Messe-Entscheid abwärts | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/staedte/essen/fuer-essen-geht-es-laut-ob-pass-nach-messe-entscheid-abwaerts-aimp-id8891527.html

„wo Bürgerentscheide ihre Grenze haben“. Das Ergebnis bedeute für Essen eine Weichenstellung „in Richtung Abwärts – mit ungewissen Ausgang“.

Für Essen geht es laut OB Paß nach Messe-Entscheid abwärts | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/staedte/essen/fuer-essen-geht-es-laut-ob-pass-nach-messe-entscheid-abwaerts-aimp-id8891527.html

„wo Bürgerentscheide ihre Grenze haben“. Das Ergebnis bedeute für Essen eine Weichenstellung „in Richtung Abwärts – mit ungewissen Ausgang“.

Für Essen geht es laut OB Paß nach Messe-Entscheid abwärts | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/staedte/essen/fuer-essen-geht-es-laut-ob-pass-nach-messe-entscheid-abwaerts-aimp-id8891527.html

Mehr aus Essen

foodsharing Essen: Zu gut für die Tonne

Mehr Gemüse eingekauft, als in die Auflaufform passt, zuviel Süßkram im Schrank angehäuft oder die Kaffeepads waren ein Fehlkauf? Die Lösung für zu viel oder zu wenig Essen in der eigenen Küche sind in vielen Großstädten seit Kurzem die Foodsharing-Initiativen.  [mehr...]


25.1. Zeche Carl, Essen

Maximilian Hecker: Ein Weltmann aus der Provinz

Wir trafen uns mit dem Allround-Musiker und sprachen über melancholische Pophymnen, seinen Erfolg im ostasiatischen Raum, die Enge der Heimat und vieles mehr. [mehr...]


25.1. Lichtburg, Essen

Shoah: Sprachlose Narben

Der millionenfache Mord an Menschen jüdischen Glaubens in der NS-Zeit ist unter dem Begriff Shoah, als düsteres Kapitel in die Weltgeschichte eingegangen. In Essen zeigt man anlässlich der 70. Jährung der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz die Dokumentation „Shoah“ von Claude Lanzmann. [mehr...]


Kommentar hinzufügen

* Pflichtfeld