Resturlaub

Darf man sich beklagen, wenn man alles hat? Peter „Pitschi“ Greulich darf es offenbar. Mit 37 Jahren fehlt es ihm an nichts, doch im Laufe seines Lebens entwickelte sich sowohl sein Job als Brauerei-Manager von „Seppelpeter’s Spezialbräu“ als auch die Beziehung zu seiner Freundin zu einer einzigen Belastung. Während sein Umfeld, geprägt von Mallorca-Urlaubs-Party und Kleingarten-Spießer-Idylle, droht in die ewigen Abgründe des biederlichen Bürgertums von Bamberg-Strullendorf zu versinken, wird der plötzliche Kinderwunsch der Partnerin zum längst fälligen Tritt in den Hintern. Die Suche nach dem „Mehr im Leben“ treibt den Flüchtling also nach Buenos Aires in den „Resturlaub“, wo natürlich ein Unglück das nächste jagt und ihm so endlich neue Lebensperspektiven einflößt.

Nach „Vollidiot“ mit Oliver Pocher kriegt nun also auch das „Zweibuch“ von Gag-Granate Tommy Jaud den Sprung auf die Leinwand gebacken. Für die Umsetzung haben sich denn auch gleich zwei Helden des deutschen Comedy-Kinos gesucht und gefunden. So krallte sich Jaud, der auch bei der Verfilmung seines Erstlingswerks das Drehbuch beisteuerte, für die kinogerechte „Resturlaub“-Verwurstung eben jenen Gregor Schnitzler, der sich bereits für die Umsetzung von Stuckrad-Barres „Soloalbum“ in ähnliche Gefilde vorwagte.

ammo

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