Le Bouchon: Pas de deux

| Christof Wolff

Französische Küche ist derzeit schwer angesagt in Düsseldorf, nur steht in den seltensten Fällen ein Franzose hinter dem Herd. Anders im Le Bouchon, wo mit Patrick Zielonka ein gebürtiger Elsässer in den Töpfen rührt, der seine Ausbildung in Frankreich absolviert hat. Neben diversen Stationen in Europa war er mit seiner Frau im Hannoveraner Nobelrestaurant „Die Insel“ tätig, bevor nun beide ihren „Weinkorken“ eröffneten. Kernaussage des Konzepts: „Alles, von Speisen und Weinen bis Wasser und Kaffee, ist französisch.“

Zur Auswahl stehen zwei Menüs (39/54 Euro), dessen Gänge sich auch à la carte wiederfinden, zudem gibt es einige preiswerte Mittagsofferten – nicht nur wochentags, sondern auch sonntags. Erfreulich milde bepreist sind die Weine (0,2 l ab 4,–), und nach Baguette mit gesalzener Butter geht’s auch schon los mit den Entrées: grandiose Hummerravioli auf Fenchelgemüse (12,–) und eine Jakobsmuscheltarte, bei der Scheibchen von Coquilles auf Blätterteig und Kräutercreme gebettet sind, dazu eine fruchtige Trauben-Veloutée mit Venusmuscheln (14,–). Genial! Zum gleichen Kurs folgt ein Entrecôte mit Champignons; ein Traum von Fleisch, serviert mit leicht gebratenen Kartoffeln, die endlich mal nach Kartoffeln schmecken. Letztere gibt’s auch zum à point gegarten Kabeljaufilet, außerdem die hierzulande vielfach unterschätzten Navets (Rübchen) sowie eine schaumiges Hummersößchen (12,–). – Ein toller Neuzugang fürs Viertel, dem wir viele Gäste wünschen. Vite, vite, à table!

Berit Kriegs

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