Die Einsamkeit der Primzahlen

Ein dramatischer Film nach dem Bestsellerroman von Paul Giordano: Gemeinsam einsam, das verbindet! So ist es jedenfalls bei Alice (Alba Rohrwacher) und Mattia (Luca Marinelli). Beide Einzelgänger sind von schlimmen Tragödien in ihrer Kindheit fürs Leben geprägt. Deren Verarbeitung ist ausgesprochen ungesund: Alice ist magersüchtig und Mattia verletzt sich selbst. Seit ihrer Teeniezeit voneinander angezogen, kommen sich die Außenseiter körperlich jedoch niemals näher. Über die Jahre driften sie auseinander, treffen wieder aufeinander und bleiben einander immer innerlich verbunden.

Ein Film also über die ebenso verkorksten wie miteinander verwobenen Lebens- und Leidensgeschichten von zwei Menschen: Traumabewältigung, verantwortungslose Eltern (in einer kurzen prägnanten Rolle: Isabella Rossellini), innere Zerrissenheit und unerfüllte Liebe. Der Film springt gehetzt und unruhig zwischen den Zeiten hin und her und entspricht so in seiner Form dem zerrütteten (Innen-)Leben seiner Protogonisten. Ein Blick hinter die scheinbar so makellose Fassade von Menschen, der verstört. Für alle, die keine Fast-Food-Filmchen, sondern Melancholie mit Tiefgang mögen! Durch die komplexe Erzählung besonders zu empfehlen natürlich für Kenner der Buchvorlage.

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