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„Wollt ihr nicht alle mal rausgehen eine rauchen?“ In der Küche ist gerade das Öl angebrannt und Rauchschwaden wabern durch den Gastraum. Ein bisschen Chaos und Improvisation gehören dazu bei Theo, so kennt man und so liebt man ihn. Denn Theo Fitsos ist ein unschlagbarer Gastgeber – lustig, quirlig, mit einem großen Herz und mit allen per Du. Gleich fünf Eröffnungspartys gab es Anfang April, und seitdem rennen die Leute Theo allabendlich die Bude ein.
Selbige ist ziemlich klein und unprätentiös eingerichtet mit schlichtem Mobiliar, an den Wänden ein paar griechische Motive, auf den Tischen Papierdecken. Man staunt über die Getränkepreise: 1,50 Euro das Alt, ab 3 Euro ein Glas Wein. Wer fragt, was es an Rotwein gibt, erhält eine typische Theo-Antwort: „Ich habe einen, der lecker ist, und einen, der etwas hochwertiger ist, den ich persönlich aber zum Kotzen finde.“ Sagt’s und bringt neben dem „leckeren“ Wein auch gleich einen Probierschluck von dem anderen, der gar nicht übel ist. Zwei Tafeln listen Vor- und Hauptspeisen. Tarama, Tzaziki, Bauernsalat und Schafskäsemousse lassen wir links liegen und ordern stattdessen Oktopussalat (7,–) und mediterranes Gemüse (5,–) sowie die Dorade (14,–) und das Rinderhüftsteak mit Pastinaken und Olivenpolenta (15,50). Der Salat ist eine Wucht: kein bisschen zäher Pulpo, dazu Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Oliven, das Ganze schön würzig und gut geölt. Das mediterrane Gemüse besteht aus gebratenen Zucchini- und Auberginenscheiben, mit Feta überbröselt und mit Pesto veredelt. Dorade und Steak sind solider Standard; klasse schmecken die krossen, leicht süßlichen Pastinakenchips. Gerne würden wir auch einige lobende Worte über die Polenta verlieren, wäre sie nicht kommentarlos gegen Drillinge ausgetauscht worden.
Dann passiert, was wir angesichts der Pappdeckel, auf denen die verzehrten Speisen und Getränke mit Bleistift notiert werden, schon befürchtet haben: Es gibt nämlich keine Quittung. Kein Problem, die komme per E-Mail, verspricht der junge Servicemitarbeiter. Theo! Schick mir bitte meine Rechnung!
Berit Kriegs
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