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Drinnen und draußen, für Bauch und Seele – seit Mitte Mai ist Wuppertals naher Westen um ein gastronomisches Kleinod reicher. Den Spagat zwischen Stadtteiltreff, Kneipe und Restaurant meistert das vierköpfige Betreiberteam wie nebenbei. Da es viele Jahre her ist, dass im Quartier Arrenberg eine Gastronomie für jedermann existierte, wird das Simons vom ersten Tag dankend angenommen. Die Philosophie des Hauses tut ihr Übriges: entspanntes Ambiente, kunstvolles Interieur, moderate Preise und – daher der Titel Soulfood Café – ein Zu-Ende-Kochen der Zutaten. „Ich habe hier noch gar nix weggeworfen“, bekundete dann auch Küchenchef Niels Roetger zwei Wochen nach der Eröffnung. Reste werden in der Regel Grundlage für die Speisen des Folgetages – was die Tagesangebote sehr flexibel und spannend hält.
Bei unserem Besuch bekamen wir einen Querschnitt geboten. Ein mild-scharfes Chili, zarter Hühnereintopf mit Reis, frisch gebackenes Brot, hausgemachte Thunfischcreme, Calamar, original Pizza Margherita mit Mozzarella und frischem Basilikum, und in der Tat: Eines besser als das andere. Neben den wechselnden Tagesgerichten (mittags und abends), einem Frühstücksangebot und bierbegleitenden Standards gibt es auch die Möglichkeit, als mehrköpfige Abendgesellschaft Niels Roetgers Kochkunst explizit zu buchen: Der Koch setzt dann Speisenwünsche in die Tat um und erzählt dazu aus dem Nähkästchen. Drinnen und draußen, mit Herz und Seele.
Jörg Degenkolb
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