Tree of Life

Terrence Malick lässt sich gern Zeit mit seinen Projekten. Nach „In der Glut des Südens“ zog er sich für stolze zwanzig Jahre von Hollywoodgeschäft zurück, um  schließlich mit „The Thin Red Line“ ein fulminanes Comeback zu erleben.

Kein Wunder also, dass „The Tree of Life“ zu den geheimnisumwabertsten Filmen aller Zeiten gehört. Man munkelte vieles, doch mittlerweile ist das langerwartete Werk tatsächlich fertig geworden: Jack wächst in den Sechziger Jahren im mittleren Westen der USA auf. Vordergründig scheint die Welt in Ordnung. Aber der kleine Jack sieht die Risse in der Fassade. Wie seine Mutter hat er die Fähigkeit, „mit der Seele zu sehen“ und dadurch Liebe und Empathie zu entwickeln. Sein Vater hingegen predigt dem Kind, unnachgiebig für die eigenen Interessen zu kämpfen. Er will ihn stärken für das „feindliche Leben“. Jack ist hin- und hergerissen zwischen seinen Eltern und deren Idealen. Als er im Laufe seiner Kindheit mit Krankheit, Leid und Tod konfrontiert wird, verdüstert sich seine heile Kinderwelt und erscheint ihm immer mehr als undurchdringliches Labyrinth.

In der modernen Welt schließlich fühlt sich der erwachsene Jack als verlorene Seele, ständig auf der Suche nach dem großen Plan, der im Wandel der Zeit unveränderbar bleibt und in dem jeder seinen festen Platz hat.

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