Pittys Wohnzimmer: Ausgehen 2.0

Supper Club, Underground Restaurant oder Guerilla Dinner – das sind die gängigsten Bezeichnungen für ein Phänomen, das vor allem in London, aber auch in Berlin, Amsterdam und anderen Metropolen immer populärer wird: das Dinieren in Privaträumen – geheime Orte ohne Restaurantlizenz, zu denen man, ganz konspirativ, via Internet Kontakt aufnimmt.

Genauso macht es auch Petra „Pitty“ Wiggermann in ihrem Haus in Kamen-Heeren. Einziger Unterschied: Sie hat das in NRW bislang einzige Wohnzimmerrestaurant legalisiert. Seit letzten Oktober serviert die (Hobby-)Köchin aus Leidenschaft wechselnde 4- bis 8-gängige Menüs (ab 35 Euro pro Person), die der gehobenen Küche locker das Wasser reichen können und sich nicht zuletzt dadurch auszeichnen, dass sie ausschließlich aus frischen, hochwertigen Zutaten (u. a. Biofleisch) regionaler Erzeuger zubereitet und mit viel Liebe angerichtet werden. Dabei können die Gäste gerne vorab eine Richtung vorgeben und sich dann von Pittys Kreativität überraschen lassen.

Bis zu zwölf Gäste pro Abend werden im trauten Heim (inkl. Gartenterrasse) der Wiggermanns bewirtet: Im gemütlichen Ambiente, in familiärer Atmosphäre – da kommt man, anders als im „normalen“ Restaurant, mit den Tischnachbarn freilich schnell ins Gespräch und nährt sich das Gefühl, als kenne man sich irgendwie schon länger.

Renate Gaßmann

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