Karawane: Neue Oase gefunden

| Geurtz

Als Bochumer schielen wir selten neidvoll nach Essen, wenn es um Gastronomie geht. Okay, die Ansammlung an Italienern an der Rüttenscheider Straße, das wäre was. Ansonsten sind es allenfalls einzelne Lokale, die man sich in unmittelbarer Nähe wünschte. Dazu zählen das Mongo's und die Karawane. Wie der Zufall es wollte, sind Filialen dieser Läden innerhalb kürzester Zeit in Bochum aufgetaucht. Das Mongo's kam Anfang April, die Karawane Anfang Mai.

Ihre neuen Oase hätte sie kaum besser wählen können: in den gemütlichen Räumen des früheren Santorini im Gerberviertel. Mitgebracht hat das Team die in den anderen Filialen (Essen, Wuppertal, Köln, Dinslaken) erprobte Speisekarte: Variationen des Klassikers Cous-Cous (ab 11,50), Fisch, Lamm, Geflügel und Gemüse, das legendäre Reisgericht Makluba mit gebratenem Blumenkohl, Auberginen und gerösteten Mandeln (vegetarisch, mit Huhn oder Lamm, ab 11 Euro).

All das kommt bei uns erst auf den Tisch, wenn dort vorher 10, 20 oder 30 Vorspeisen-Schalen (7,80, 15 bzw. 22 Euro) mit allen Leckereien des Orients gestanden haben – erst reich gefüllt mit Salaten, Cremes, Falafel, Hackbällchen etc., doch binnen weniger Minuten komplett geleert. Eine schöne Alternative zu den Hauptgerichten sind die Kleinigkeiten wie das gegrillte Fladenbrot (vegetarisch, Huhn, Hackfleisch, je 5,80).

Arne Dessaul

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