Jedermann: Unter Linden

| Gobo

An der Koloniestraße saßen die Leute schon vor 120 Jahren draußen und tranken gemütlich ihr Bier. Die damals gepflanzten Bäume im Biergarten der „Schenkwirtschaft zur Linde von Johann Bütefür“ sind heute mächtig und spenden bei Bedarf schönen Schatten.

Natürlich heißt das Lokal längst nicht mehr „Schenkwirtschaft …“, es hat seit 1890 häufig den Namen gewechselt, nun lautet er „Jedermann“. Genau der wird sich hier so richtig wohlfühlen. Bier wird noch immer getrunken, es kommen allein sechs Sorten vom Fass: die irischen Klassiker Guinness und Kilkenny und heimisches Bier (Köpi, Diebels, Köstritzer, Hofbräu). Auch die Auswahl an Wein, Softdrinks und Heißgetränken kann sich sehen lassen.

Für einen echten Genuss (zunächst Lese-, dann Gaumengenuss) sorgen die Speisen. Egal ob Baguette, Suppe, Salat, Nudelgericht, Schnitzel oder Steak – alles ist nach Jemandem benannt. Das Schnitzel mit Röstzwiebeln und Spiegelei (als Beilagen hier und bei allen anderen Fleischgerichten: Pommes/Kroketten/Bratkartoffeln/Rösti bzw. Salat/Gemüse) heißt „Hein“ und das Schnitzel mit Bolognese-Soße „Sandro“ (je 11,50). Die Steaks (15,50/16,50) sind nach den Bonanza-Helden benannt: Bill, Hoss, Adam und Joe.

Zum weiteren Programm gehören Veranstaltungen wie die Tanzparty „Jedermanns Rockbar“ (Fr), der Jazzfrühschoppen (So) sowie regelmäßig Live-Musik.

Arne Dessaul

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