Schürmanns im Park: Buschmühle reloaded

Zwar steht es mit meinen seherischen Fähigkeiten nicht zum besten, doch mir däucht, dass mit der Eröffnung des Schürmanns die tollkühnen Mannen der muto heimatgastronomie Ende März den ersten Etappensieg ihres gastronomischen Großprojekts im Westfalenpark eingefahren haben.

Zur Erhärtung dieses Verdachts seien wenigstens zwei Indizien genannt. Zum einen die gelungene Umgestaltung der einstigen Buschmühle: Eine puristisch klare Linie (sowohl im Innen- als auch im Außenbereich), die mit dem Bauhausstil des in den 50er-Jahren errichteten Gebäudes trefflich harmoniert. Zum anderen die Küchenleistung von Yves Schürmann, dessen ehemalige Café-Bar im Kreuzviertel sieben Jahre lang zu den Dortmunder Hot-Spots gehörte. Auch in seinem neuen Revier beweist er, dass sich seine frische, bodenständig-kreative Küche auf Currywurst, Schnitzel und extra Kindergerichte ebenso gut versteht wie auf Zanderfilet mit Pernod-Zitronen-Soße oder indische Linsencremesuppe. Zudem lockt die Kuchenvitrine mit täglich frischem Naschwerk, wird sonntags gebruncht und samstags von Buffet gefrühstückt.

Einzig gegen die Parkeintrittsgebühr (immerhin stattliche drei Euro, ab 18 Uhr sind es noch 1,50 Euro) rebelliert so manches Portemonnaie, drum wird am Abbau dieser Spaßbremse auch emsig gearbeitet.

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Renate Gaßmann