Hundertmeister: Insolvenzverfahren eröffnet - Zukunft ungewiss

Keinen Einfluss auf das aktuelle Programm des Duisburger Kulturzentrums Hundertmeister hat das Anfang des Monats eröffnete Insolvenzverfahren. Dies bestätigte die für das Verfahren zuständige Kanzlei Henneke/Röpke auf Anfrage. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass das „soziokulturelle Zentrum“ erhalten bleibt.Aus derzeitiger Sicht werden Veranstaltungen wie geplant durchgeführt“, so Jurist Peter Hofmann.

Die Mitarbeiter des Hundertmeister sind vor wenigen Tagen per Versammlung über den Stand der Dinge unterrichtet worden. Hintergrund: Die Gemeinnützige Baugesellschaft Duisburg (GEBAG) als Inhabervertreter der Hundertmeister-Immobilie am Dellplatz ist nicht weiter bereit, dem Betreiberverein die monatlichen Mietkosten zu erlassen. Dieser kann und will nicht zahlen. Ende Mai wird daher der Kündigungsbescheid wirksam, wenn nicht doch noch Bewegung in die Sache kommt.

Hinter den Kulissen läuft derweil bereits seit Monaten ein Pokerspiel um eine mögliche Fortführung des Hundertmeister unter neuer Führung. Allerdings hat die GEBAG alle Interessenten zu Verschwiegenheit aufgerufen. Nach coolibri-Informationen haben das Pulp, der Steinbruch und Feinkost Kersten Interesse an einer kompletten, bzw. teilweisen Übernahme des attraktiven Standorts in der Duisburger Innenstadt. Die Kanzlei Henneke fährt jedenfalls zweigleisig: „Im Mai werden die entscheidenden Gespräche mit der Stadt Duisburg geführt. Gleichzeitig befinden wir uns in Verhandlungen mit möglichen gewerblichen Betreibern.“

Das Programm des Hundertmeister.

Michael Blatt