Bassano vinoteca: Wie die Mama

| Geurtz

Ein paar Jahrzehnte hat die Familie Casagrande ihre Kundschaft im Da Gervasio mit italienischer Kost versorgt. Doch vor kurzem war Schluss. Das gilt allerdings nur für den alten Standort an der Oskar-Hoffmann-Straße und nur für die erste Betreiber-Generation. Ende Februar übernahm Sohn Arne das Geschäft: unter neuem Namen, an neuer Stelle und mit neuer Ausrichtung.

Mit vielen Lilatönen, hell und mit modernen Accessoires bestückt (sowie mit Terrasse rund ums Haus) kommt das Bassano am Hellweg (früher Gaudi) daher und setzt darum schon rein äußerlich andere Akzente als das Da Gervasio. Einen Hinweis auf einen der kulinarischen Schwerpunkte geben die vielen Weinflaschen, die in Regalen und Kühltheken stehen. Über 50 Weine hat der Patron im Angebot, das kann sich sehen lassen – und kann auch für zu Hause gekauft werden. Pizza hingegen sucht man vergebens auf der Karte. Sie ist bewusst klein gehalten und wird um Tagesangebote ergänzt; hierzu zählt auch ein preiswerter Mittagstisch.

Arne Casagrande verspricht Speisen „alla casalinga“, nach Rezepten der Mama, und hält sein Versprechen mit Antipasti, Pasta sowie Fisch- und Fleischgerichten. Dazu zählt australisches Rind (ab 20,50) oder eine am Tisch filetierte, saftige Dorade (19,–), die mit fruchtig-scharfer Soße und den Standardbeilagen Spinat und Kartoffeln gereicht wird.

Arne Dessaul