Feierabend am Ozean: "Schwarzes Meer"

Das Gute lag in diesem Fall sehr nah. Nur einen Steinwurf von der Redaktion entfernt residiert seit Jahren das Restaurant Schwarzes Meer. Dennoch hatten wir es bisher nie geschafft, die dort offerierte türkische Küche einmal anzutesten. Ein Versäumnis, wie sich bei unserem Besuch herausstellte.

Trotz bester Feierabendzeit ging es da im Schwarzen Meer noch äußerst geschäftig zu. Handygespräche mischten sich mit Akkordeonklänge à la Amelie, Streichern und später auch einem Depeche-Mode-Cover. In der offenen Küche im hinteren Teil des lichten Raums das wichtigste Utensil jeder türkischen Gastronomieeinrichtung: der Holzkohlengrill. Auf selbigem wurde auch die Dorade Royal (13 Euro) meines Begleiters gegart. Der von mir gewählte filettierte Loup de Mer (14 Euro) kam hingegen aus dem Ofen. Vorab brachte man uns zwei gemischte Salate (4 Euro) nebst Essig und Öl. Sämtliche Komponenten – Tomaten, Gurken wie Blätter – bestachen durch die auf der Karte versprochene Frische, dazu reichte man köstliches, in Streifen geschnittenes Fladenbrot. Das Meeresgetier kam dann – auf unseren speziellen Wunsch hin – in Begleitung von Reis (der hinterher freundlicherweise nicht in Rechnung gestellt wurde – merci dafür). Als sehr schmackhaft erwiesen sich auch der Loup de Mer, der mit Paprika, Dill und Zitrone in Alufolie gegart wurde. Ein Hauch weniger Pfeffer, und das Ganze hätte die Bestnote bekommen. Die konnte man an die Dorade Royal bedenkenlos vergeben.

Nächstes Mal, versprachen wir uns, testen wir mal die zahllosen Vorspeisen, die in der Vitrine so appetitlich anmuteten. Oder wir kommen zum Mittagsbuffet, bei dem man zwischen acht verschiedenen Gerichten und ebenso vielen Salaten wählen kann (7 Euro).

Alexandra Wehrmann

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