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Dass Boutiquen Kaffee ausschenken und Buchhandlungen auch Wein verkaufen, ist ja heutzutage nichts Ungewöhnliches. Sinniger erscheint aber die Idee, in einem Geschäft, das hochwertige Produkte für Küche und Tafel vertreibt, einen Mittagstisch anzubieten. Zu einem solchen Joint Venture haben sich kürzlich WMF auf der Düsseldorfer Schadowstraße und die Oberbilker Trattoria Via Appia zusammengeschlossen.
Deren Inhaber Andrea Appio kocht jetzt in der offenen Küche im Eingangbereich des Ladens, im hinteren Teil des Geschäfts finden sich Sitzmöglichkeiten und eine kleine Bar. Das Angebot ist klein, aber fein: Zwei Pastagerichte (5,–), Salate (4,–) und Dessert (3,–) stehen täglich zur Auswahl. Beim Dressing des bunten, knackfrischen Grünzeugs schmeckt man gutes Olivenöl heraus; nicht weniger appetitlich angerichtet – natürlich auf hauseigenem WMF-Porzellan – ist die frisch zubereitete Pasta. Fruchtige Tomatensauce umhüllt die mit Rucola garnierten Spaghetti, und die fluffigen, saftigen Gnocchi in angenehm milder Gorgonzolasauce überraschen mit einem Effekt, der bei diesem Gericht eher Seltenheitswert hat: Sie liegen nämlich überhaupt nicht schwer im Magen.
Im Service erhält Herr Appio übrigens Unterstützung durch das WMF-Verkaufspersonal, das seine neue Rolle charmant meistert. Und bezahlt wird nicht etwa umständlich mit viel Extra-Gedöns, sondern ganz pragmatisch an der WMF-Kasse. Dort fehlt bloß noch ein Schweinchen fürs Trinkgeld, das man allen Beteiligten nicht vorenthalten möchte.
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