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In unseren Breitengeraden hat man ja oft das Gefühl, dass was fehlt, wenn man Worte liest wie Wiesn, Brodn, Knedl. Ditl heißt mit Nachnamen die gebürtige Münchnerin, die vielen Wuppertalern einfach als Marianne bekannt ist. Seit 2006 lebt sie im Tal; die beste Freundin und die vier Patenkinder zogen die Bayerin ins Bergische. Mit 15 lernte die 1966 Geborene in einem original bayrischen Gasthaus, über 20 Jahre arbeitete sie nach der Ausbildung in und um München, in Ausflugslokalen und auch im legendären Hofbräuhaus, das täglich unglaubliche 6 000 Essen raushaut.
„Das ist echte Knochenarbeit“, berichtet Marianne Ditl, die einen Job als Postenköchin nicht besonders mag. Postenköche und -köchinnen sind nämlich ausschließlich für einen Posten zuständig – also zum Beispiel für die Knedl. „Oder für riesige Kübel voller Biersoss.“ Alles aus einer Hand, ist da schon eher ihre Devise: „Ich arbeite gerne als Alleinköchin.“ Und dann auch gerne einen ihrer Favoriten, eben Schweinekrustenbraten in dunkler Biersauce mit hausgemachten Kartoffelknödeln und Blaukraut. So deftig muss es allerdings nicht immer zugehen. Leichte mediterrane Kost, vielseitige Büffets oder auch chinesische Kuchl, pardon: Küche, weiß Marianne Ditl ebenso zu schätzen. „Egal welche Richtung, das Wichtigste sind eh frische Zutaten.“ Dass sie, die nach eigener Aussage auf der Wiesn großgeworden ist, ihr Handwerk versteht, hat sie in den vergangenen Jahren in Wuppertal in verschiedenen Bereichen gezeigt, vom gut-bürgerlichen Gasthaus über die Szenegastronomie bis zum Tapas-Restaurant.
Mit aufbauen wollte sie letztes Jahr das Café Alte Feuerwache, das aber frühzeitig schon wieder geschlossen wurde. „Ich bin Köchin mit Leib und Seele“, sagt sie deshalb etwas betrübt – derzeit hält sie sich mit einem Job in einem Blumengroßmarkt über Wasser. Denn nichts tun, das ist für sie unvorstellbar. „Ich bin ein sehr geselliger und kommunikativer Mensch“, sagt sie, „und so sollte auch Essen funktionieren.“
wäre schön von Dir zu hören.Gruß Tanja