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Endlich: Ein Film für Pina Bausch. Von Wim Wenders. Ein Tanz-Trip in 3D, der die Zuschauer einlädt auf eine sinnliche Entdeckungsreise: rauf auf die Bühne des legendären Ensembles des Tanztheaters Wuppertal, mitten hinein in die mitreißende Kunst der im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin. Ein Film, der die Tänzer aber auch hinausführt aus dem Theater – hinaus in die Stadt und ins Umland von Wuppertal – jenen Ort, der 35 Jahre für Pina Bausch Zentrum ihres kreativen Schaffens war.
Wim Wenders war tief bewegt, als er 1985 ein Stück der Choreografin Pina Bausch bei einem Gastspiel in Venedig sah. Aus einem ersten Treffen erwuchs eine langjährige Freundschaft und im Lauf der Zeit der Plan für einen gemeinsamen Film. Doch scheiterte die Umsetzung lange an den verfügbaren Möglichkeiten des Mediums: Wenders spürte, dass er noch keine Form gefunden hatte, Pina Bauschs Kunst aus Bewegung, Gestik, Sprache und Musik im Raum adäquat umzusetzen. Der gemeinsame Film wurde mit den Jahren eine vertraute Anspielung, mit der sich beide Künstler immer wieder an ihr Vorhaben erinnerten.
Die Initialzündung lieferte schließlich die irische Rockband U2, die bei den Filmfestspielen von Cannes ihren 3D-Konzertfilm „U2-3D“ präsentierte. Wenders war klar: „Mit 3D wäre es möglich! Nur so, unter Einbeziehung der Dimension des Raumes, könnte ich mir zutrauen, Pinas Tanztheater in einer angemessenen Form auf die Leinwand zu bringen.“
Er fing an, mit Pina Bausch über die Realisierung nachzudenken, für deren Umsetzung sie dann die Stücke „Café Müller“, „Le Sacre du printemps“, „Vollmond“ und „Kontakthof“ aus ihrem Repertoire auswählte und für die Spielzeit 2009/2010 auf den Spielplan setzte.
Doch nach einem halben Jahr intensiver Arbeit geschah zwei Tage vor dem geplanten 3D-Probedreh in Wuppertal das Unvorstellbare: Pina Bausch verstarb am 30. Juni 2009 plötzlich und unerwartet.
Doch nach einer Phase der Trauer und Reflektion entschied sich Wenders, den Film nun ohne Pina Bausch an seiner Seite zu realisieren, und nutzte dafür die von ihr verwendete Methode des „Fragens“, mit der die Choreographin ihre neuen Inszenierungen erarbeitete. Bausch stellte Fragen und ihre Tänzer antworteten nicht mit Worten, sondern mit improvisiertem Tanz und Körpersprache. Diese Methode nahm Wenders nun auf, als er die Tänzerinnen und Tänzer aufforderte, ihre Erinnerungen an Pina für den Film in individuellen Soloauftritten zu formulieren.
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