New York, Israel, Osteuropa: Matzen

| Gobo

Auf der Suche nach ungewöhnlichen oder gar einmaligen Restaurants führt uns die Reise neuerdings nur ein paar Straßenbahn-Kilometer weg von zu Hause: ins Matzen, das im August 2010 an der Bochumer Synagoge eröffnet wurde: Jüdische/jiddische Küche gibt es wohl weit und breit kein zweites Mal.

Jüdisch heißt (zumindest in diesem Fall), dass bei Auswahl und Zubereitung der Speisen Einflüsse aus Israel, New York und Osteuropa zusammenfließen. Darum trifft man im Matzen auch viele gute Bekannte – schon beim Gruß aus der Küche, wo das namengebende Brot (Matzen; dünne, knusprige Fladen) mit Humus serviert wird. Auch unsere Vorspeisen sind alles andere als fremd: „Tabuleh“ (Bulgursalat mit Petersilie und Zitronensaft, 4,90) und die Rote-Beete-Suppe Borschtsch (3,50).

Blinzen (5,60), leckere, mit Lachs, Meerrettich und Frischkäse gefüllte Teigtaschen, gelten zwar eher als Vorspeise, wir nehmen sie ausnahmsweise als Hauptgang. Desweiteren bestellen wir „Jarkoje“ (13,50), das an Gulasch erinnert und mit Gemüse und Röstkartoffeln gereicht wird. Das Rindfleisch ist hauchzart und dank der mit ihm geschmorten Backpflaumen leicht süßlich. Alternative Hauptgerichte wären u. a. „Gefilter Fisch“, Lachs oder Schnitzel gewesen.

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