Straw Dogs: Gewalt im Kaff

David Summer (James Marsden), ein Hollywood-Drehbuchautor, begleitet seine Frau Amy (Kate Bosworth) in das verschlafene Südstaatenkaff, in dem sie aufgewachsen ist. Dort soll das Haus von Amys verstorbenem Vater zum Verkauf vorbereitet werden. Schnell finden sie bei den netten Dorfbewohnern Anschluss. Doch die anfängliche Nachbarschaftshilfe schlägt nach und nach in offene Feindseligkeit um. Grund ist, dass das junge Ehepaar den geistig zurückgebliebenen Niles bei sich aufnimmt. Der Dorfmob jagt Niles erbarmungslos, weil er im Affekt gemordet hat. Mitten in dem Strudel von Gewalt, Intoleranz, Blut kommt es zur finalen Konfrontation. Auch der ach so stille David zeigt jetzt eine ganz andere Seite.

Der Roman „The Siege of Trencher´s Farm“ sorgte in seiner Verfilmung vom „Wild Bunch“-Regisseur Sam Peckinpah mit dem jungen Dustin Hoffmann für einen Riesenskandal. Das Thrillerremake von Regisseur Rod Lurie („Rufmord“) bietet nicht mehr so viel Skandalpotential. In Zeiten des Mainstream-Horrorsplatter-Kinos mit ausgiebigen Folterorgien kann kaum noch was schocken. Die Neuauflage hat ein paar gute Momente, enttäuscht aber. Der zähe Anfang, der kaum Spannung aufkommen lässt, langweilt. Den fulminanten Schluss, bei dem sich Alles überschlägt, nimmt man dann kaum noch wahr. Fazit: Lieber den 1971er-Klassiker anschauen!

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