Der Gott des Gemetzels: Theater mit Polanski

„Der Gott des Gemetzels“ zählt zu den erfolgreichsten Theaterstücken der letzten zehn Jahre. So ein Erfolgsrezept bleibt von Hollywood natürlich nicht unentdeckt, weswegen das Stück nun von Roman Polanski mit einem oscarprämierten Team an seiner Seite verfilmt wurde.

Für den Film bedurfte es gemäß der Vorlage nur vier Darsteller: Kate Winslet und Christoph Waltz mimen das erfolgreiche Business-Ehepaar Nancy und Alan Cowan. Ihnen gegenüber treten Penelope und Michael Longstreet, für deren Rollen Jodie Foster und John C. Reilly gewonnen werden konnten. Die beiden Paare treffen sich, um über eine Auseinandersetzung ihrer beiden Söhne friedlich zu diskutieren und geraten dabei selbst immer mehr aneinander. Als dann auch noch zum Alkohol gegriffen wird, eskaliert das anfangs ruhige Zusammentreffen: Man streitet über Beziehungsprobleme, Moral, elterliche Pflichten und die jeweiligen Lebensentwürfe.

Leider wirkt „Der Gott des Gemetzels“ dabei nur eine mitgeschnittene Fassung einer Theateraufführung, was durch die Beschränkung der Handlung auf bloß einen Raum (dem Wohnzimmer der Longstreets) verstärkt wird. Somit könnte man sich das Stück ebenso gut – oder sogar besser – im Theater ansehen, da es im Kino einfach nicht so recht funktioniert.

KR

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