Unter den Linden: Wohlgefühl am Waldesrand

| Geurtz

Auf den Phoenix-See kann Bernd Kapler, zuletzt Patron des Hörder „Treppchens“, zwar nicht mehr schauen, dafür blickt er aber nun rundherum ins Grüne. Tief im Süden, an der Grenze zu Herdecke, betreibt er seit einem halben Jahr gemeinsam mit seiner Schwester Angelika Mozie die idyllisch gelegene Traditionsgaststätte Unter den Linden.

Als sich der Altweibersommer von seiner besten Seite zeigt, lassen wir uns hier nieder – natürlich im lauschigen Biergarten statt im rustikal-romantischen Inneren des Bruchsteinhauses – und fühlen uns aufgrund der ungezwungenen Atmosphäre und herzlichen Umsorgung auch gleich wohl. Der Blick in die übersichtliche, monatlich wechselnde Speisekarte verrät eine neu-internationale Küchenausrichtung mit französischem Einschlag, aber auch regionalen Akzenten. Wir entscheiden uns allerdings für zwei der Tagesempfehlungen, die dem delikaten Gruß aus der Küche folgen: Mangoldsalat mit Seeteufelbäckchen (14,50) – klasse Fisch, feine Sauce, allein es hätte wahrheitsgemäß Variation von Blattsalaten heißen müssen – sowie ein tadelloses Rinderfilet (medium) mit Rosmarinkartoffeln und verschiedenen Pilzsorten (26,50).

Übrigens: Hier oben zwischen Wald & Flur weiß man auch um die nachmittäglichen Kuchengelüste so mancher Ausflügler.

RG

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