Kaisershaus: In allerbester Lage

| Christof Wolff

Wäre ich ein König, würde ich hier mein Schloss bauen, zwischen all diesen Wiesen und Feldern und Bäumen rund um das Rotthäuser Bachtal. Doch da ich kein König bin, lassen wir uns familiär bewirten im Kaisershaus, das sich malerisch an den Waldrand im Morper Bachtal schmiegt.

Die Etikette ist lässig und unkompliziert. Wanderer, Ortsansässige, Familienausflügler und Gesellschaften bevölkern je nach Wetterlage den großzügigen Außenbereich mit Biergarten und Kinderspielplatz und die niedrige aber weitläufige gute Stube, in der man sich sofort heimelig fühlt. Wer nicht nur zu Kaffee und hausgemachtem Kuchen einkehrt, kann sich ordentlich durchfuttern. Die Karte bietet „Steinbeißerfilet auf süßer Chilisoße mit gebackenen Früchten und Reis“ (13,–), Spezialitäten wie Wildschweinbraten und Hirschmedaillons (19,50) oder das äußerst üppige Schnitzelmodell „Waldarbeiter“ mit frischen Pilzen und Bratkartoffeln. Wir wählen das saisonale „Rinderfilet mit Kräuterrahm-Pfifferlingen und Bratkartoffeln“ (19,80), das auf den Punkt gebraten auf den Tisch kommt. Lecker.

Für unseren Geschmack war das gesamte Gericht zwar ein wenig zu schwach gewürzt, aber da ließ sich problemlos nacharbeiten. Volltreffer auch beim zum Oktoberfest offerierten Spanferkelspießbraten (13,–), der mit krachiger Kruste, Wiesn’Biersoße, Wirsing und Kartoffeln jeglichen Schmacht auf eine zünftige Mahlzeit befriedigte.

Regina Matthes

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