Trattoria Mezzogiorno

Der „Aufbau Ost“ wurde gerne als deutscher Mezzogiorno bezeichnet, da jene süditalienischen, wirtschaftlich wenig entwickelten Gefilde einst vom reicheren Norden unterstützt worden waren. So verweist eine Trattoria Mezzogiorno also vorrangig auf eine Region, quasi ein Gasthaus Sachsen-Anhalt.

Auf die Speisen wirkt sich das so aus wie überall – regionale Unterschiede sind mehr oder weniger nuanciert. So ist man in der Trattoria Mezzogiorno in Wuppertal so wie man es früher sagte: beim Italiener. Und da die in Elberfelder Citynähe gelegene Trattoria weder ein attraktives Umfeld noch Parkmöglichkeiten bietet, sind die Öffnungszeiten konsequent um abendliche Essenszeiten drapiert – hierhin macht man sich nicht explizit auf, hier geht man nach Feierabend noch hin. Geboten werden klassisch-holziges Ambiente, italienischer Schlager, aufmerksamer Service und amtliche italienische Küche. Drei-Gänge-Menüs wechseln im Wochenturnus und haben immer ein Auge auf die Saison; bei unserem Besuch standen einige Gerichte im Zeichen der Trüffel. Fleisch-, Fisch- und Pastagerichte stehen in überschaubarer Zahl in der Karte.

Wir wählten zartes Lammcarre (17,90) sowie Schwertfischfilet alla Livornese mit Oliven, Kapern, frischen Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln (16.50), alles auf den Punkt zubereitet mit frischem knackigen Gemüse und Salzkartoffeln. Auch laden Antipasti, Kleinigkeiten und gute Weine dazu ein, unweit des Elberfelder Gastro-Getümmels den Abend ruhig einzuläuten.  

JD, Foto: Jörg Lange

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