Restaurant Buschhausen: Fütterung der Waldläufer

| Christof Wolff

Mit qualmenden Sohlen wurden Dachsbergweg und Rather Steig bezwungen. Wir haben Hunger, haben Durst. Wie schön, dass wir uns gleich am Rand des Grafenberger Waldes im Biergarten niederlassen können. Bunte Fähnchen flattern. Der Schützenverein „Die Zielscheibe“ feiert dieser Tage seinen König. Davon unbeeindruckt speisen indes in lässiger Runde Spaziergänger mit Hund, Solisten am Bier und kichernde Pärchen vorm Salat. Sympathisch.

Als echte Stadtkinder zerbrechen wir uns den Kopf: Sind es Platanen oder chic frisierter Ahorn, der uns mit dichtem Blätterwerk beschattet? Noch kann man draußen sitzen, doch auch im eingeschossigen Gasthaus sitzt es sich im Winter gewiss urgemütlich. Da fliegt uns schon die freundliche Servicedame entgegen. Die Spare Rips oder den feschen „3B – Big Buschhausen Burger“ (9,80) lassen wir heute links liegen. Es locken zünftiger Leberkäse mit Spiegelei, Speckpfannekuchen oder vielleicht doch das Pangasiusfilet „Florentiner Art“?

Kaum haben wir entschieden, wird zügig verzückend zartes Paprikagulasch mit Spätzle und knackigem Salat (10,80 Euro) sowie kernig gegrilltes Schweinerückensteak mit Krautsalat und goldbraunen Bratkartoffeln (14,80) serviert. Die üppigen Portionen kommen des Wanderers Lust nach strammem Marsch entgegen. Und doch hätten wir nur ungern aufs köstlich krosse Kräuterbrot mit Aioli und Oliven (2,50) zum Auftakt verzichtet.

Regina Matthes

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