Eine offene Rechnung: Geister der Vergangenheit

Das starbesetzte Thriller-Remake eines israelischen Spionage-Krimis. 1997 werden drei ehemalige Mossad-Agenten unerwartet mit einem dreißig Jahre zurückliegenden Undercover-Fall konfrontiert. In Ost-Berlin wurden sie, als sie den sadistischen NS-Kriegverbrecher Vogel aufspürten, zu Legenden. Sarah Gold, die Tochter der alternden Agentin Rachel (wie immer toll: Helen Mirren), schreibt ein Buch über die patriotische Heldentat und weckt so schlafende Hunde. Denn was Niemand wusste: Vogel floh und alles war gelogen. Eingeholt von der Vergangenheit durchlebt das Trio in überraschenden Rückblenden noch einmal den sagenumwobenen Auftrag, und bekommt jetzt die Chance, endlich eine alte offene Rechnung zu begleichen.

Ein ebenso emotionaler wie spannender Film über moralische Fragen und seelische Abgründe, private Lebenslügen und politische Vergangenheitsbewältigung – also auch eine Story mit historisch spannendem Hintergrund. Enttäuschend dabei: Brisante Themen über die Tätigkeiten des israelischen Geheimdienstes Mossad werden oft nur oberflächlich angeschnitten, das Potential leider nicht völlig ausgeschöpft! Nichtsdestotrotz: Sehenswerte Schauspielleistungen in einem verzwickten Filmchen fernab vom üblichen Mainstream-Action-Einerlei.

taes

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