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Mit traditionellen Gerichten, die im Geiste der Neuen Deutschen Küche – also fein und leicht statt derb und mächtig – zubereitet werden, macht das kleine Restaurant in Hombruch seit wenigen Monaten von sich reden.
Alltagstauglich ist der Name zwar nicht, lässt sich aber gut abkürzen: Man geht halt in die Küche oder macht es sich in der Ess-Klasse bequem. Beispielsweise beim wöchentlich wechselnden Mittagstisch, der bereits dem Linseneintopf mit Mettwürstchen, der Gulaschsuppe und dem Rinderbraten mit Rotkohl und Semmelknödel zu neuen Ehren verhalf. Die abendlichen, ebenfalls auf Kreidetafeln notierten Tagesangebote stehen dem in nichts nach, wovon uns unlängst ein meisterliches Rumpsteak mit Bratkartoffeln (15,50) sowie Kabeljau mit Salzkartoffeln und gewürfeltem Möhrengemüse (12,–) überzeugten. Zurückhaltend gewürzt, den Grundaromen vertraut und wohlfeil arrangiert – klasse!
Darum und weil die beiden Hausherren Alexander Erdmann & Lukas Tarabczynski ungemein sympathisch sind, ist ihr kleines Reich auch stets gut besucht. Ob bei dem Zuspruch nicht schon bald ein Umzug in größere Räumlichkeiten zu erwarten sei, wollten wir wissen, und erhielten ein ganz klares „Nein“ zur Antwort, denn auf das Wohnzimmer-Flair und die Nähe zum Gast wolle man keinesfalls verzichten. Gut so, wir nämlich auch nicht.
Renate Gaßmann
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