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Ziellos durchs Moskauer Nachtleben tobend, tourend und treibend, waren diese fünf Freunde (Olivia Thirlby, Emile Hirsch, Rachael Taylor, Max Minghella und Joel Kinnaman) eigentlich nur auf der Suche nach etwas jugendlich leichtsinniger Abendunterhaltung. Doch wenn ausgerechnet dann mal wieder eine Invasion aus dem All die Nacht zum Ende aller Tage macht, muss man seine Freizeitplanung eben umgestalten und einfach mal ums Überleben kämpfen: Save The Planet!
Und diesmal ist die Bedrohung aus dem Weltraum ganz besonders tricky, denn die fiesen Aliens sind unsichtbar, reißen die Kontrolle über die Elektrizität an sich und setzen diese als tödliche Waffe gegen die Menschheit ein. Motiv: unbekannt. Macht aber nix, denn im Vergleich zu anderen Science-Fiction-Spektakeln sind die fremden Wesen diesmal halt nicht grün, sondern knistern spannend und leuchten Orange – und das sogar in schickstem 3D!
Mit der Flucht in die Katakomben des Moskauer Untergrunds gelingt den tapferen Fünf vorerst das Überleben. Als sie sich jedoch nach Tagen zurück an die Oberfläche wagen, finden sie nur noch eine völlig zerstörte Geisterstadt vor. Doch man entschließt sich kurzentschlossen, Mutter Erde nicht kampflos aufzugeben, macht sich auf die Suche nach anderen Überlebenden, geht zum Gegenangriff über und versucht die Elektroinvasoren mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Neue Energie!
Obwohl viele Parallelen zu allerlei anderen Genrestreifen schwer von der Hand zu weisen sind, gibt es hier (wie zuletzt in „Attack The Block“) eine nette Besonderheit: Denn die Frage „Welche Metropole legen wir heute in Trümmern?“ wurde bei dieser „Darkest Hour“ eben nicht mit einem amerikanischen Drehort, sondern mit Moskau beantwortet. New York und L.A. lagen nach „Cloverfield“, „Skyline“ und „World Invasion“ sowieso noch in Schutt und Asche, weshalb die Filmemacher nun auf eine möglicherweise auch kostengünstigere Location ausweichen mussten. Doch die fotogene Stadt mit dem melancholischen Flair kommt grade in diesem Endzeit-Ambiente ganz besonders pittoresk und kunstvoll fotografiert daher. Nicht zuletzt weil der russische Regisseur Timur Bekmambetov (bekannt durch die „Wächter der Nacht“ und die „Wächter des Tages“) als Co-Produzent mit an Bord ist.
Fazit: Irgendwie durchgenudelt, aber dennoch stets beliebt, wird sich auch diese „dunkelste Stunde“ in drei bis vier Dimensionen (wer weiß schon, wie die Welt dieser stromförmigen Invasoren wirklich aussieht) ihr nachweihnachtliches Plätzchen in den Herzen aller Alien-Action-Anhänger Liebhaber finden.
EMB
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