Bezaubernde Lügen: Verkupplung mit Hindernissen

Wer sich in die Liebesangelegenheiten anderer Leute einmischt, der sollte sich besser gleich auf ein haarsträubendes Durcheinander gefasst machen. So auch Émilie (Audrey Tautou), die einen anonym an sie adressierten Liebesbrief einfach an ihre zutiefst vereinsamte Mutter Maddy weiterleitet, um sie aus ihrem Trauerdasein zu befreien.

Dass sich der schüchterne Hausmeister Jean hinter den romantischen Zeilen verbirgt, ahnt Émilie nicht im Geringsten. Nicht einmal im Traum würde sich für ihn interessieren. Armer Jean – in doppelter Hinsicht: Er ist unglücklich verliebt und zur falschen Zeit am falschen Ort, denn Mutter Maddy vermutet ihn als ihren heimlichen Lover. Von Glückshormonen überschüttet, erwartet sie bald neue Briefe, die Émilie nun fälschen muss. Doch von Ungeduld getrieben, geht Mama Maddy nun in die Offensive und gibt ihrem vermeintlichen Verehrer schließlich kaum noch die Chance zu entkommen. Es kommt, wie’s kommen muss: Die Handlung wird verstrickter, und wer am Ende wirklich die wahre Liebe findet, sei hier mal nicht verraten.

Obgleich diese französische Beziehungskomödie gewisse Parallelen zur „fabelhaften Welt der Amélie“ aufweist, liefert Regisseur Pierre Salvadori dennoch kein abgeklatschtes Derivat. Die Charaktere sind einzigartig, liebenswert und sorgen für jede Menge Situationskomik an einem vergnüglichen Kinoabend.

EMB

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