Hannover. Glaubenskrieg in Deutschland immer schlimmer! “1,54 Promille: Margot Käßmann überfährt Rote Ampel!” Tief betroffen fragt die ganze Gemeinde: Wie konnte es dazu kommen? Hat das Verkehrszeichen unserer EKD-Chefin etwas getan? Selbst, wenn: Warum muss sie dann auch noch zurücktreten? Hält sie es mit dem altbiblischen Motto “Auto um Auto, Kahn um Kahn”? Sah sie nur noch “Rot, die Farbe des Blutes, Feuers und Sinnbild des Heiligen Geistes” (Wikipedia)? Oder nahm die Ratsvorsitzende das schöne Fastenmotto beim Wort: “Sieben Wochen ohne Lappen”? Sei’s drum, Millionen von Sittenwächtern fallen über die Frau her: Undenkbar, dass sie nur 1, 2, viele Gläschen heben wollte: “Lalleluja, Frau Bischöfin” (Berliner Kurier) versus “Eine Bischöfin ist keine Heilige” (Verteidigung der EKD), am Ende heißt es: “Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand” (Käßmann) – und ihre kurze Karriere ist vorbei. Die Fundamentalisten und Trittbrettfahrer an der Heimatfront legen dagegen erst so richtig los:
- “Alles ist gut in Afghanistan”, feixt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).
- “Lieber ‘n Spatz in der Hand als n’ Röhrchen im Mund” (Alte Jesuiten-Weisheit).
- “Du kannst nie tiefer fallen als ins Stadtarchiv!” (Neuer Werbeslogan der Kölner Verkehrsbetriebe).
- “Du sollst nicht begehren deines Nächsten Wein!” (10. Gebot).
- “Lieber ‘n Doppelkorn als Doppelmoral”, meint Horst Schwanken, Ratsvorliegender der AAD, bemerkenswert trocken.
- “Das nenne ich gelebte Ökuneme” (Robert Zollitsch, Katholische Bischofskonkurrenz).
- “All you can pray” (Neueröffnung: “Johannes, der Säufer” in Dortmund-Aplerkorn).
- “Dagegen ist unser Herr Amaretto ja vergleichsweise harmlos” (Theo Zwanziger, DFB-Präsident)
- “Komma saufen” (Einladung zum sog. “Flatrate-Beten” in GelsenKIRCHEN).
- “Mir geht es wie dem Jesus, mir tut das Kreuz so weh. Doch hab’ ich nicht die Klasse, ich verwandle nur den Wein – in Wasser, das ich lasse.” (Wolfgang Ambros, “Heiden-Spaß”).
Wolfgang Ambros – Mir geht es wie dem Jesus
