Fidena 2012: Hyperactive Trip to Weitmar-Wonderland

Idyllisch neigt sich die Trauerweide über den im Schlosspark gelegenen See. Die warme Frühlingssonne hat bereits zahlreiche Bochumer_Innen hinaus gelockt. Noch etwas zögerlich machen sie es sich auf den Wiesen bequem oder schlendern durch den Park.

credits: Fidena 2011

Doch einige Besucher_Innen fallen aus dem harmonischen Stillleben heraus. Leicht hektisch und mitunter sichtlich orientierungslos laufen sie durch den Park, tauchen aus dem nichts auf , um dann wieder im dichten Gebüsch zu verschwinden. Ganz so, als seien sie in einer ganz anderen Welt. Eine Welt, in der verrückte Hutmacher über magische Kräfte verfügen, in der oben auch mal unten ist und Raum und Zeit generell anderen Regeln gehorchen.

Im Rahmen der Fidena 2012 lädt Bruno Pilz, Zauberer aus Berlin, zu “Alice D – a hyperactive trip through Wonderland” ein. Per Audioguide werden die Teilnehmer_innen auf ihre ganz eigene Reise durch Alices Wunderland geschickt. Mit den Erzählungen des weißen Hasen im Ohr, lässt sich der altbekannte Schlosspark neu entdecken. Ist die nette Dame dort drüben wirklich nur eine Spaziergängerin oder vielleicht doch die Herzkönigin, die einem nach dem Kopf trachtet? Jeder Wimpernschlag birgt plötzlich Magie, hier braucht man nur die Augen zu schließen, um von unsichtbarer Hand auf den richtigen Weg geführt zu werden und, wenn man es sich nur fest genug vorstellt, dann wirft vielleicht wirklich jemand an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit die Welt in den See des Schlossparks – auf der anderen Uferseite zum Beispiel.

Bruno Pilz als Hutmacher, credits: Fidena 2011

Wie das alles funktioniert? Ganz einfach: Für ca. 42 Minuten lang beherrscht Zauberer Pilz die Zeit und das Schicksal der Wunderland-Reisenden, die zu Figuren in seinem Spiel werden. Er verschafft ihnen damit einen Zugang zu Carolls Werk, der eindringlicher nicht sein könnte. Und nebenbei einen verblüffend magischen Nachmittag. Wer an diesem Tag als nur verwunderter Zuschauer des seltsamen Treibens sein konnte, sollte sich fürs nächste Jahr unbedingt auch eine Karte besorgen – Noch ist ja jede Menge Zeit.

Text: Lisa Sänger

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