Sharm El-Sheikh #2 – Vom Roten Meer zum roten Teppich

15. September 2011

10:00 Uhr – Aufstehen, Check! Frühstücken, Check! Briefing versäumen, sowas von Check!

Nach der gestrigen Tour durch Sharm, wie man dort zu sagen pflegt, die nicht unbedingt den kollektiven Spannungsnerv reizen konnte, schließen wir uns einer Glasbodenbootstour an und kehren dem emsigen Phil erst ein Mal den Rücken. Ein Motorboot befördert uns in kleinen Gruppen einzeln zum Glasbodenboot, das etwas außerhalb vom Strand im Meer parkt.

Es dauert nicht lange bis sich die Augen im Korallenriff verlieren und die hypnotische Wirkung einsetzt, die hier und da von einer Schar bunter Fische unterbrochen wird. Eine klare Empfehlung für all jene, die ihren Augen mal etwas gönnen wollen.

Ganz viel Blau, ganz viel Aquariumsgemüse und sogar ein Gehirn!

Die Fahrt an der Küste entlang offenbart uns neben einem traumhaften Blick unter die Meeresoberfläche einen interessanten Blick auf das, was sich auf dem Festland abspielt.

Baustellen wohin das Auge reicht. Baustellen, bei denen man nicht weiß, ob sie still stehen oder noch fortgesetzt werden – viele Investoren seien abgesprungen. Das Bild Ägyptens als solche findet sich jedoch mehr als ein Mal. Wirtschaftliche Einbußen innerhalb der Tourismusindustrie gehen jedoch auch mit einem gesellschaftlichen Optimismus einher. Man zweifelt nicht daran, dass auch ein zertrümmertes Haus mit den richtigen Architekten zu einem sicheren Heim gemacht werden kann. Einem Land, das momentan noch unter der Obhut des Militärs steht, stehen nun die ersten demokratischen Parlamentswahlen bevor: Der Bau eines Fundaments.

18:30 Uhr – Die World Travel Awards in der Egyptian Hall.

Sheikheria

Das eigentliche Highlight und der offizielle Anlass unseres Aufenthalts in Sharm El-Sheikh entpuppt sich als Schaulauf der Reichen und mir völlig Unbekannten. Die Vorveranstaltung, die unter freiem Himmel stattfindet, trumpft jedoch mit edlen Häppchen auf, die von ehrfürchtigem Personal unters Volk der gebracht werden.

Die Finalistinnen der Miss Benelux-Wahl schmücken als visuellen Support die Preisverleihung. Gewonnen hat übrigens Cindy Sabbe aus Belgien (dritte von Links).

Pompöse Shows, Bühnenspektakel und ein mehr als angeheiterter Phil, der seine Liebe zu ägyptischem Wein auf eine Weise präsentiert hat, wie sie aufrichtiger nicht sein konnte. Nach einer gelallten Laudatio half man ihm dann aber auch von der Bühne. Ansonsten arbeitete man sich bei der Preisvergabe von Kategorie zu Kategorie als wäre sie der unnötige Beigeschmack eines ansonsten gelungenen Abends. Ägypten ging mit mehreren Auszeichnungen als großer Gewinner der Veranstaltung hervor Sharm El-Sheikh konnte mitsammt seinen Anlagen übrigens gleich dreizehn der schönen Trophäen ergattern. Unter anderem in den Kategorien „Africa’s Leading Beach Destination“ und „Egyptian’s Leading Hotel“.

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