Freiraum geräumt …

Foto: 2010lab.tv/ Rene Bogdanski

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Wie einige vielleicht mitbekommen haben, gab es in den letzten Tagen in der Essener Innenstadt eine Hausbesetzungsaktion durch die Künstlerinitiative Freiraum2010. Mit dem Ziel, in der Kulturhauptstadt Raum für freie, unkommerzielle Kunst zu erschließen, hatte die Gruppe das seit einigen Jahren leerstehende DGB-Haus an der Schützenbahn (Essen City) besetzt und dort Ateliers eingerichtet. Hier eine kurze Zusammenfassung.

Nachdem die Künstlergruppe es im Vorfeld vergeblich auf dem offiziellen Weg versucht und zahlreiche Anträge gestellt hatte, auch auf das besagte DGB-Haus, entschloss sie sich am vergangenen Sonntag (18.7.) das Gebäude zu besetzen, um endlich einen Raum zu haben. Da das Gebäude offen stand und die Schlüssel sogar ordentlich aufgereiht im Haus lagen, wurde es widerstandslos in Besitz genommen. Die Gruppe richtete Ateliers und eine Galerie ein, legte Musik auf, begann mit ihrer künstlerischen Arbeit und wartete, was passieren würde. Am Montagnachmittag kam die Polizei und nahm einige Personalien auf und auch die Reaktion des Eigentümers folgte bald: per Anwalt ließ die Vermögens- und Treuhandgesellschaft des DGB der Gruppe ein Ultimatum stellen und forderte die Räumung des Hauses bis Dienstag, 20.7., 18 Uhr.

Jetzt wird verhandelt

Nach einer Pressekonferenz am Dienstag räumte die Gruppe das Haus freiwillig und ohne Spuren zu hinterlassen. Es lag nicht im Interesse der Gruppe, die Konfrontation zu suchen – die Aktion war lediglich der vorerst letzte Versuch, Räume zu bekommen oder zumindest auf die Situation aufmerksam zu machen. Der Sprecher der Gruppe, Joscha Hendricksen, erklärte: „Wir sind keine Besetzer, wir sind Künstler!“.

Diskussion entfacht

Die Aktion blieb nicht ohne Folgen: In den regionalen Medien entsteht gerade eine Diskussion darüber, was in dem konkreten Fall und im Ruhrgebiet im Allgemeinen passieren soll und wie mit der Raumfrage umgegangen werden soll.
Die Vermögens- und Treuhandgesellschaft des DGB begründete die Räumung vor allem mit dem unzulässigen Brandschutz im Gebäude. Nachdem die Gruppe das Gebäude verlassen hat, scheint es jetzt beiderseits Bereitschaft zu geben, Verhandlungen aufzunehmen. Die Brandschutzbestimmungen sollen neu geprüft und über Lösungen verhandelt werden.

Mittlerweile haben sich auch verschiedene Institutionen und Leute in die Diskussion eingemischt und Stellung bezogen, unter anderem Siegfried Schneider von den KreativQuartieren Essen und die Hamburger Initiative „Recht auf Stadt“. Auf Stellungnahmen der RUHR.2010 und der Städte wartet man gespannt. In nächster Zeit will die Künstlergruppe weiter vor dem Gebäude Aktionen machen und lädt nächsten Mittwoch ab 18 Uhr „alle Unterstützer (ausdrücklich auch den DGB) ein (…) auf die Wiedereröffnung (des) Kunsthauses hinzufeiern.”

Links:
2010lab.tv

Ruhrbarone

DerWesten

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Eine Antwort auf Freiraum geräumt …

  1. Martin sagt:

    Hi,

    Eine gute Sache die dort gelaufen ist.
    Das die Schlüssel auch dort lagen war bestimmter Zufall.
    Was also liebe Christen liegt da näher an den Willen geschehen zu lassen, zumal wir von Christen regiert werden.
    Ich erwarte das richtige Signal also von euch.
    Danke !

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