Witten ist Local Hero, Grund genug die 1000 heulenden Höllenhunde von der Leine zu lassen, nun gut, 1000 sind es nicht, dafür aber vier und die machen Krach für mindestens 2000.
Hellhound, das ist Wittens vielleicht talentiertester aber garantiert lautester Bandnachwuchs.
Milan, Phillip, Sven und Tobi standen mir bei meinem Besuch ihrer Probe Rede und Antwort.
Zunächst einmal steh ich etwas planlos in Dortmund Kley, direkt hinter IKEA an der dort ansässigen Musikschule und suche die Proberäume, ein Gang ums Haus herum bringt mich auf die Spur, lautes Gewummer aus dem Keller, hier bin ich richtig!
Jungs, euer Interviewtermin ist da!
Ein großes Hallo, Umarmungen und einige “Kerr, lang nicht gesehen”-Ausrufe (schließlich kenne ich alle vier aus längst vergangenen Schultagen) später kann es los gehen.
Ihr macht alle schon seit Kindertagen Musik, wann aber gings los mit Hellhound?
Milan: “Anfang des Jahres, nachdem wir zusammen Silvester gefeiert hatten (sofort werden wild Anekdoten und Erinnerungen an diese denkwürdige Nacht durcheinander gerufen), ja seit dem 1.1.2010 heult der Höllenhund.”
Aber mit Tim und Struppi, beziehungsweise Käptn Haddock hat der Bandname nichts zu tun?
(Gelächter, “Jaa, doch schreib das!”)
Sven: “Ich glaube, dass kann Milan am besten erklären …”
Milan: “Unsere Mucke ist schnell, aggressiv dabei versuchen wir eine gewisse Lässigkeit nicht aus den Augen zu verlieren!”
Sven: “Zu dem bedeutet Hellhound im englischen ja auch so was wie “Teufelskerl”".
Wo wir grade beim Style sind, wer sind den eure Vorbilder?
Phil: “Slayer!”
Milan: “Und Metallica, Motörhead, Machine Head …”
Phil: “Und Lenaaa!”
Ok, die Vorbilder hätten wir geklärt, wie sieht es mit euren Texten aus? Habt ihr da klare Themen?
Sven: “Zunächst gehen uns diese muskelstrotzenden Hass-Hymnen auf den Sack, die brauchen wir nicht mehr spielen, dass tun schon alle Anderen!”
Milan: “Es geht um Alles: Frauen, ROCK`N`ROLL, aber auch um das, was dich kaputt macht beziehungsweise prägt, Wut, Schmerz, Dinge die jeder von uns aus seinem Leben kennt!”
Wie ist das bei euch? Gibt es einen Mastermind?
Phil, Sven und Tobi: “Milan!”
Milan (zuckt mit den Achseln): “Ja, so ist es wohl …”
Tobi: “Milan ist halt der Schönste und Klügste. Er ist ja der Frontmann, soll er halt auch die Arbeit machen!”
So Komplimente hatten wir ja jetzt, aber was wäre wenn ihr auf Tour geht, wochenlang in einem Bus, welche Macken würden nerven?
Tobi: “Ganz klar: Der Körpergeruch!”
Phil: “Ach gar nichts, oder wenn doch fahre ich mit dem Fahrrad hinter her.”
Milan: “Ich würde die anderen vermutlich mit meiner Fast-Food-Sucht nerven, alle paar Meter müssten wir anhalten. Und ich würde immer Gitarre üben, ich würd das Ding schlicht nicht mehr aus der Hand legen.”
Sven: “Ja, mich würde nerven, dass Milan nie sein Gerät aus der Hand legen würde!”
Ihr seid ja nicht nur Rockstars, was macht ihr denn nebenher?
Milan: “Wir sind zwei Studenten, ein Kaufmann und ein angehender Student. Lustig ist, dass wir alle was in Richtung Pädagogik studieren.”
Würde sich das vereinen lassen mit einer Karriere oder was würdet ihr opfern?
Phil: “Ein Kaninchen!”
Milan: “Nein, wir würden das Studium nicht hinschmeissen, aber die Musik hätte dann schon Priorität, wenn die Chancen auf einen großen Durchbruch deuten würden.”
Chancen für einen solchen Durchbruch stecken ja immer in der Entdeckung, wo kann man euch denn bald entdecken und erleben?
Milan: “Am 11.09.2010 beim Metal for Mercy im Treff der WerkStadt in Witten.”
Tobi: “Falls sich kurzfristig noch andere Termine ergeben kann man die auf unserer MySpaceseite nachlesen.”
So Jungs, wollt ihr noch was loswerden?
Milan: “Wir wollen spielen, verdammt!”
Sven: “Ja, überall wo wir Bier und was zu essen bekommen.”
Sven: “Ein Schlusswort wäre, bei uns gibt es textlich und musikalisch auf die Fresse!”
Kontakt zur Band über ihre Myspaceseite.
http://www.myspace.com/hellhound_music
Text: Katia Marie Lohde, Foto: privat