„Weltreise an einem Tag“ nun auch nach Asien – Zoom Erlebniswelt

Fünf Jahre nach der Eröffnung der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen steht seit dem 5. März auch die Tier- und Pflanzenwelt Asiens den Zoobesuchern für Erkundungsreisen offen.

Auf 5ha Fläche und einem 1,3km langen Rundweg „bereisen“ die großen und kleinen Abenteurer den Kontinent Asien. Dabei beobachten sie Orang-Utans, Otter, Hanuman-Languren, kleine Pandas, diverse Reptilien und Vögel – was allerdings bei den großangelegten und naturnahen Gehegen nicht immer leicht ist. Doch das Wohl der Tiere geht in der Zoom Erlebniswelt vor, da müssen die Besucher schon mal Geduld, viel Zeit und zwei suchende Augen mitbringen. Auf sichtbare Einzäunungen und Grenzen zwischen Mensch und Tier verzichtet der Zoo auch in der Welt Asien, was den Besuch zu einem spannenden Erlebnis macht. Auch einzelne Tierarten leben friedlich miteinander – die Orang-Utans zum Beispiel teilen sich mit den Ottern ihren Lebensraum, damit mal etwas Abwechslung und Stimmung in die Bude kommt.

Daneben begrünen über 3 600 Pflanzen in 130 Arten die Reisterassen, die Seeufer, das Labyrinth des Waldes, die Tropenhalle „ELE-Tropenparadies“ und – soweit möglich – die Steppenebene.

Highlight des neuen Bereichs ist das ELE-Tropenparadies. 4 500m² Fläche bietet sie und ist bis zu 15 Metern hoch. Ein Membrandach schützt vor bisweilen fiesem Wetter, lässt natürliches Licht ein, das tropenhafte Klima allerdings nicht raus. Dicke Pullis und Jacken legt der Besucher da lieber ab, wenn er auf geebneten Wegen durch den Dschungel wandert. Aber auch andere Wege laden zum Erkunden ein, über einen Steinpfad springt der Zoogast zum Beispiel über einen Bach und schaut dabei Wasserschildkröten beim Schwimmen zu. Große Bäume, Fahne, Palmen und andere, teils auch blühende Dschungelpflanzen erzeugen eine authentische Landschaft.

Wer genau hinguckt entdeckt im Dschungeldickicht kleine Reptilien und Vögel. Die Strausswachteln fühlen sich hier sogar so heimisch, dass sie derzeit schon ihren Nachwuchs ausbrüten. Auch ein Blick nach oben schadet nicht, um die Vögel im Flug zu erleben.

Erschöpfte Besucher gönnen sich im Restaurant mit asiatischem Touch eine Verschnaufpause, Kinder klettern und toben währenddessen auf dem Indoor-Spielplatz „Drachenland“ und überwinden spielend ihre Höhenangst.

Viel und Vielfalt bietet die Erlebniswelt Asien also, und das für Baukosten von 23 Millionen Euro. Doch auch die bereits 2005 eröffnete Welt Alaska und der 2006 eingeweihte Bereich Afrika beeindrucken nach wie vor. So leben in Alaska kuschelige Bären am großen Wasserfall, Eisbären und Seelöwen frösteln in der „Arktis“ und können vom Besucher dank eines Glastunnels auch unter Wasser beobachtet werden.

Im Bereich Afrika leben Giraffen auf einer weitläufigen Steppe, Zebras, Antilopen und Strauße in der Savanne, Löwen und andere Raubkatzen. Eine rund 20-minütige Bootsfahrt bietet zum einen Entspannung für die müden Beine und zum anderen einen nahen Blick auf Flamingos und Flusspferde.

In der Dschungelhalle treibt es eine zwölfköpfige Schimpansenfamilie mitunter wild und erklimmt über den Köpfen der Besucher die Baumkronen – auch hier lohnt sich also der Blick gen Himmel.

Wer sich auf die Entdeckungstour einlässt, sollte in jedem Fall gut zu Fuß und geduldig sein und sich auf teils starke Temperaturschwankungen gefasst machen.

www.zoom-erlebniswelt.de

Öffnungszeiten: März, Oktober 9 bis 18 Uhr, April bis September 9 bis 18.30 Uhr, November bis Februar 9 bis 17 Uhr

Text und Fotos: Julia Schemmer

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