Universale Sprache Tanz – 2. Biennale Tanzausbildung

Ein Projekt, das als gewichtiger tänzerischer Beitrag zur Ruhr.2010 gilt , ist die Biennale Tanzausbildung, die vom 02. bis zum 08. März in der Folkwang Universität Essen und bei PACT Zollverein stattfindet.

„Der Tanz ist für die kulturelle Ausstrahlung von Essen sehr bedeutend“, so der Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, Prof. Dr. Oliver Scheytt. „Denn im Tanz kommen alle Künste und alle Entwicklungslinien der Kulturhauptstadt zusammen, sie ist eine universale Sprache.“ Für die Veranstalter der Biennale – die Folkwang Universität, Tanzplan Deutschland, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und natürlich die Ruhr.2010 – war es deshalb von vorneherein klar, dass die zweite Biennale nur in Essen stattfinden kann (das Jahr 2010 war quasi schon vorgegeben, da die erste Biennale 2008 in Berlin stattgefunden hat).

Rund 120 Studenten und Professoren von sechs Hochschulen nehmen an den Workshops, die in dieser Woche in der Folkwang Uni stattfinden, teil. „Ziel ist der Austausch von Studenten, Professoren und Institutionen“, macht Ingo Diehl vom Tanzplan Deutschland deutlich. Um Nachhaltigkeit geht es also, und nicht um „Event, Event, ein Lichtlein brennt“, wie Scheytt klare Worte findet. Deshalb ist es wichtig, was hinter den Kulissen passiert. Zwar finden auch öffentliche Veranstaltung statt – primär geht es aber um die Diskussion und die gemeinsame Arbeit zwischen den Teilnehmern. „Austausch ist schließlich kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“, findet Prof. Beechey von der Palucca Hochschule.

Das Thema der diesjährigen Biennale ist die Rekonstruktion. Dabei geht es unter anderem um die Frage nach dem richtigen Umgang mit Tanzwissen. „In diesem scheinbar historischen Thema liegt also etwas Gegenwärtiges und sogar Zukunftsweisendes“, findet Marietta Piekenbrock, Programmleiterin der Ruhr.2010.

Text: Julia Schemmer

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