Old School Wolfman: Beiß mich Benicio!

Es ist ja kein echter Horrorfilm, dieser “Wolfman”, denn – auch wenn er mitunter herzhaft zubeißt und matschig Gedärm rausreißt – will irgendwie keine rechte Schockerstimmung aufkommen. Der melancholische Benicio del Toro guckt manchmal wie ein Brad Pitt für Arme, und auch wenn man eher auf altmodische Maskeneffekte als auf computergenerierte Tricks (außer beim lachhaften Übers-Dächer-Hopsen) setzt, was ja eigentlich ganz sympathisch ist, fehlt am Ende doch das gewisse Etwas.

Zwar werden ab und an in kurzen Alptraumsquenzen auch noch doppelte Schreckmomente eingebaut (huch, da steht eine Schreckensgestalt vor meinem Bett … hach, war ja nur ein Traum … huch, hinter mir steht ja noch jemand … hach, war nur ja ein Traum!), aber mitunter wirkt der muntere Monster-Mummenschanz nur wie eine zottelige Variante vom unglaublichen Hulk …

… und erinnert vor allem beim pelzigen Endfight “Werwolf gegen Werwolf” auch an jenen schaurig schönen Kult-Klassiker hier, den ich mir einst als ersten Film meines Lebens aus der Videothek ausgeliehen hatte …

Tja, wie in alten Gruselschinken üblich, brennt am Ende die ganze Bude ab …

… oder, um es mit den Worten meiner kleinen Tochter zu sagen, die einst kurz zur Tür reinlugte, als grad der “Werwolf von Tarker Mills” im Fernsehen lief: “Papa, was macht da der Mann mit der Bärenmaske?”

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