Der unersättliche Blick

Was

Ausstellung

Wann

  • Montag geschlossen
  • Dienstag 11.00 - 17.00
  • Mittwoch 11.00 - 17.00
  • Donnerstag 11.00 - 17.00
  • Freitag 11.00 - 17.00
  • Samstag 11.00 - 17.00
  • Sonntag 11.00 - 17.00

Laufzeit

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Veranstalterinformationen

Das Reisen war dem Landschafsmaler Adolf Höninghaus (1810/11 Krefeld – Krefeld 1882) zur zweiten Natur geworden. Als klassischer Vertreter der Düsseldorf Malerschule und Schüler von Johann Wilhelm Schirmer hat er die Grand Tour, so wie sie im 19. Jahrhundert üblich war, auf Haupt- und Nebenwegen bis nach Sizilien ausgedehnt. Der spontane Zugriff auf stimmungsvolle Ansichten, das Heranzoomen landschaftlicher Details und das ausgeklügelte Komponieren in den Gemälden – all dies spiegelt sich in dem umfangreichen Nachlass des Künstlers, der sich bereits seit 1897 an den Kunstmuseen Krefeld befindet und den es neu zu entdecken gilt. – Die Ausstellung beleuchtet daher Höninghaus´ Anfänge an der Düsseldorfer Kunstakademie in den 1830er Jahren, fragt nach Lehrern, Mitschülern und Vorbildern, reist ihm nach Italien, – seiner zeitweiligen Wahlheimat Rom und Sizilien nach. Dabei sind die außergewöhnlichen Techniken, die Höninghaus zur Skizzierung bestimmter Lichtsituationen einsetzt, ebenso zu entschlüsseln wie sein eigenwilliger Blick, mit dem er berühmte italienische Orte und den heimischen Niederrhein festgehalten hat. In der Ausstellung sind Gemälde, zahlreiche Ölskizzen und eine großzügige Auswahl des Skizzenwerks zu sehen. In Gegenüberstellung mit Werken namhafter Zeitgenossen wie J.W. Schirmer und Carl Friedrich Lessing, Caspar Scheuren, – Andreas und Oswald Achenbach wird die Bedeutung von Adolf Höninghaus innerhalb der Düsseldorfer Malerschule und deutschen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts deutlich. – Im begleitenden Katalog wird die aktuelle wissenschaftliche Forschung zum Werk von Adolf Höninghaus zusammengefasst und der Nachlass dokumentiert. – Ausserdem: Der Konzeptkünstler Victor Burgin sucht Anfang des 21. Jahrhunderts gezielt die untergegangene antike Stadt Pompeij nahe Neapel auf. Beide beziehen sich mit ihren Arbeiten auf bereits bestehende Bilder, – Filme und Informationen. Ihr reproduzierender Blick lässt ein neues, jeweils eigenes Italienbild entstehen. Im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld sind vom 20. Oktober 2017 bis zum 8. April 2018 die Videoinstallation Voyage to Italy von Victor Burgin und die Ausstellung Der unersättliche Blick mit rund 160 Zeichnungen, 110 Ölskizzen sowie einigen Gemälden von Adolf Höninghaus in ein Zwiegespräch verwickelt. – Kuratorinnen: Prof. Dr. Martina Sitt, Elisabeth Brügger, Dr. Sylvia Martin

Location

Kaiser Wilhelm Museum
Joseph-Beuys-Platz
47798 Krefeld

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