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Was

Ausstellung

Wann

  • Montag geschlossen
  • Dienstag 12.00 - 18.00
  • Mittwoch 12.00 - 18.00
  • Donnerstag 12.00 - 18.00
  • Freitag 12.00 - 18.00
  • Samstag 11.00 - 15.00
  • Sonntag geschlossen

Laufzeit

-
Die Ausstellung ist inzwischen leider ausgelaufen!

Veranstalterinformationen

Hubert Schmalix Hubert Schmalix´ Malerei will uns aufmerksam machen für die Potenz der Farbe, zeigen, dass sie eigentlich alles kann: Licht und Raum sein, Fläche und Linie. Das Wasser ist linear und zackig, die Berge Variationen des Mount Fuji und wenn die Farben nicht wären, wären die Landschaften von japanischen Farbholzschnitten schwer zu unterscheiden. Licht, Schatten? Alles in der Farbe, nichts in der Form. „Es gibt Leute, die greifen gewisse Farben nicht an“, sagt Schmalix in einem Interview, er gehöre nicht dazu. Er wolle sich nicht beschränken, jede Farbe ist möglich, und sie wirken in der Tat ‚angegriffen’: studiert, sich zu eigen gemacht und irisierend und kraftvoll zwischen harte Konturen gesetzt. Die Farben sind dabei sowohl gegenständlich wie gegenstandslos: Die braune Holzhütte ist neben einen Himmel gesetzt, dessen Orange kein Sonnenuntergang hätte färben können. Das Wasser hellgrün oder gelb, mal scheint es das Umliegende zu spiegeln, mal es zu vergessen: Die Farben emanzipieren sich von den Dingen. Und so dicht, opak und eingespannt sie oft wirken: Häufig sieht man eine Lasur, die die Linie übertritt, kleine unbestimmte Flächen, wo Farbe fließen darf. Es ist das Anarchische in den reduktionistischen Ordnungen der Landschaft, die ihr immer wieder Raum geben, obwohl sie Fläche bleibt. Denkbar ist ein Raum durch die opaken Plateaus durchaus, doch erinnert Schmalix uns immer von Neuem an die Tatsache, dass das Bild selbst es ist, das den räumlichen Zusammenhang der Dinge aufhebt. In Schmalix Gemälden ist Farbe nicht nur Fläche, sondern perspektivische Fläche. Seine Bilder wollen Natur nicht nachahmen, sondern eine strukturelle Äquivalenz schaffen. Der Geometrie von Stadtansichten aus Los Angeles, wo der Künstler lebt, ist nicht nur die Flächigkeit der Aufsicht eingeschrieben, auch die zersplitternden Lichteffekte, die jede Ordnung zersetzen. Die Aufsicht und damit einhergehende Distanz ist nur Ausgangspunkt für die räumliche Wirkung der Häuserdächer, die immer auch – wie Paul Klee es mit den Feldern Ägyptens gemacht hat – das kalifornische Licht zu reflektieren scheinen. – Peter Müller Shapeshifter, die Plastik von Peter Müller, scheint den sonnendurchfluteten Dächern von Schmalix eine utopische Autobahn hinzuzufügen: Gold schraubt sich der Stahl als figura serpentinata in den Himmel und läuft in sich selbst zurück: Eine Verheißung, und sei es nur eine fünfminütige Achterbahnfahrt. Müllers Stahlplastiken, die oft aus einzelnen Metallbändern bestehen, transzendieren ihr Material, sind linear und rotierend zugleich und teilen mit Schmalix das Bedürfnis, einen Schwebezustand erreichen zu wollen. Aber auch sie erinnern – wie die Arbeiten von Arno Beck – an Spielplätze unserer Kindheit: An Carrera Rennbahnen, die völlig aus dem Ruder gelaufen sind, da es dem Künstler gelingt, den ohnehin reduzierten Eindruck von Schwerkraft in der aufsteigenden Vertikalen nahezu aufzulösen. Der Körper ist hier längst kein Darstellungsziel mehr, es bleibt der Raum. – Arno Beck Als der Computer noch jung und hoffnungsverheißend war, Spiele sich um Affen drehten oder um rennfahrende italienische Brüder, hatte das Raster Hochkonjunktur. Jedes Haus, jede Wolke, jeder Berg war aus Kästchen gebaut, die Farben limitiert, die Richtung linear und die Räume flach. Das Raster schuf eine Klarheit, eine Einfachheit, die an Kinderzeichnungen erinnerte und aus einer Wolke im Handumdrehen – wenn man sie grün anmalte und ihr einen Strich gab – einen Baum machten konnte. In dieser Welt verbrachte eine ganze Generation Stunden, Tage, Sommerferien. Nur Auge und Finger bewegten sich. Im Spiel hat der Computer die Realität abgeschaltet. Arno Beck schaltet das Spiel still. Becks Arbeiten sind syntaktische wie semantische Neuverortungen von copy & paste-Material. Es sind nicht mehr Steine, über die man springen, Berge, die man erklimmen kann oder Kugeln, die deine Spielfigur überrollen: Es sind Standbilder aus jump ’n’ runs, wo nichts mehr besprungen, nichts mehr angeklickt werden kann. Man sieht das Raster als unveränderbare, antihierarchische Form, von der die Kunsttheoretikerin Rosalind Krauss sagte, es habe die „Räumlichkeit der Natur in die eng umgrenzte Fläche eines rein kulturellen Objekts geklappt“. Und dennoch wollen wir klicken, springen, laufen: Ein Bild will man betrachten. Ein Computerspiel spielen. Bewegungsimpulse des Computers werden weitergereicht und Beck zeigt, dass man sich vor Bildern von Spiellandschaften oder Bildschirmmenüs anders als ‚bloß‘ betrachtend verhält.

Location

Golestani
Collenbachstr. 39
40476 Düsseldorf

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