Bogomir Ecker: Die Stimme von Lu.Ru.

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  • Sonntag geschlossen

Laufzeit

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Veranstalterinformationen

In Bogomir Eckers plastischen Arbeiten wird der Übergang des Alltäglichen zum Geheimnisvollen und des Trivialen zum Phantastischen erkennbar. Er beschäftigt sich mit Phänomenen der Technik und Kommunikation als die prägenden Impulse der Gesellschaft. Seine Werke haben häufig einen „apparateartigen“ Charakter, ohne die Technik um ihrer selbst willen in den Mittelpunkt zu stellen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass stets naturwissenschaftliche Betrachtungsweisen in sie einfließen. Sie thematisieren Sinneswahrnehmungen und Kommunikation, insbesondere das Sehen und Hören. In Eckers Werk findet ebenfalls eine intensive Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum statt. Dabei sind zahlreiche interventionistische Arbeiten an ungewohnten Stellen im Stadtraum entstanden, aber auch große urbane Skulpturen. Bogomir Ecker gehört mit seinen Skulpturen zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation. – Die in der Galerie Rupert Pfab ausgestellte Installation Die Stimme von Lu.Ru. stammt von 1988. Mit der in ihrer Größe variierenden Skulptur aus großvolumigen, lautsprecherartigen Körpern mit Schalltrichtern nimmt Bogomir Ecker Bezug auf das Werk des italienischen Futuristen und Malers Luigi Russolo (1885-1947), der sich ab 1913 mit der Entwicklung einer neuen „Geräuschmusik“ auseinandersetzte. Inspiriert ist die Skulptur von einer Fotografie, die die großen Objekte, die „Intonarumi“, zeigt, mit denen Luigi Russolo Maschinen-Geräusche erzeugte. Für Bogomit Ecker „ist dieses Bild vom Anfang des vorigen Jahrhunderts, hundert Jahre später zum prophetischen Blick, zur Zustandsbeschreibung einer globalen Gesellschaft geworden, die sich mit Medien und Apparaturen bis zur Besinnungslosigkeit zuschüttet und betäubt. Roboter, Marionetten und Gerätschaften.“ Gerade heute, im Zeitalter der neuen Medien, spielt die Kommunikation über Technik eine herausragende Rolle. Die Tendenzen einer zunehmenden Internetnutzung durch mobile Geräte führen dazu, dass sich das Web 2.0 zu einem ubiquitären Medium entwickelt hat. Nach Friedrich Krotz, Kommunikationswissenschaftler und Soziologe, lässt sich eine zunehmende Prägung von Kultur und Gesellschaft durch Medienkommunikation erkennen. Das bedeutet auch eine wachsende Verschmelzung von medialer und sozialer Wirklichkeit. Eckers Werk thematisiert auf sehr eigenständige Weise genau diesen Zusammenhang zwischen Wahrnehmung der Umwelt und die dafür geltenden technischen Bedingungen. – Bogomir Ecker, 1950 in Maribor geboren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er studierte von 1971 bis 1972 an der Kunstakademie Karlsruhe und dann bis 1979 an der Kunstakademie Düsseldorf. Seitdem ist er als Bildhauer, Objekt- und Installationskünstler und Fotograf tätig. Er hatte Professuren an der Hochschule der Bildenen Künste in Hamburg (1993-2002) und an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (2002-2016) inne. Er ist Documenta-Teilnehmer (1987) und Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Seine Skulpturen und Rauminstallationen wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und im Ausland, unter anderem im Haus der Kunst München (2000), dem Museum Kunstpalast Düsseldorf (2001) und dem Museum der Bildenden Künste, Leipzig (2011) gezeigt. Mit Einzelausstellungen war er beispielsweise im Folkwang Museum Essen (2006), in der Hamburger Kunsthalle (2007), der Akademie der Künste Berlin (2008) und im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt (2009) zu sehen. 2012 richteten ihm das Museum für Fotografie Berlin und die Städt. Galerie Wolfsburg eine Einzelausstellung aus. Bogomir Eckers Werke waren zudem in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2013), in der Kunsthalle Mannheim (2013), im Kunstmuseum Liechtenstein (2014), im Marta Herford (2014), 2016 im Palais des Beaux-Arts Brüssel und 2017 im Folkwang Museum Essen und im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl zu sehen […].

Location

Galerie Rupert Pfab
Ackerstr. 71
40233 Düsseldorf

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