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Fast ist es so, als sei nie etwas passiert: Das Café De Prins steht noch immer in der schönen Tradition der „bruijnen cafes“ in Holland. Die müssen ja nicht unbedingt so braun sein, sondern allenfalls etwas dunkel, mit Patina versehen und vielen Sammelstücken verziert; vor allem aber sollen sie gemütlich und gesellig sein und ein Treff für Leute aller Art. Im Essener Südviertel dürfen die Sammelstücke gern auch kitschig sein, da darf ja sogar eine Modelleisenbahn über den Köpfen der Gäste kreisen.
Ansonsten ist es in Essen wie in Amsterdam: Es fließen Jenever und Bier. Das Bier fließt aus fetten Flaschen mit Bügel und heißt Grolsch; es darf aber auch Heineken sein. Aus der Fritte kommen die besten Pommes weit und breit, verfeinert mit teils ausgefallenen Soßen und gern auch ganz speziell mit Zwiebeln. Wer satter werden möchte, ordert zu den Pommes noch Frikandel oder Frühlingsrolle oder wenn es noch gesünder sein soll auch Salat (Gerichte zwischen 1,60 für die kleinen Pommes und 5,90 für den größten Salat).
Wie gesagt: Fast ist es so, als sei nie etwas passiert. Aber natürlich ist das De Prins feuertechnisch noch ein paar Nummern sicherer geworden.
Arne Dessaul
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