Balke - Fußballer, Models, Zivilisten

| Geurtz

„Karstadt, Opel, Balke“ – „Wirtschaftskrise im Balke“ – „Die Krise als Kneipe“.
Respekt! Und diese intelligent-erfrischende Plakat-Offensive im Kreuzviertel setzt sich am „Krisenherd“ postkartengroß(artig) fort: „Wir haben weder Millionen verspekuliert noch schlechte Autos gebaut. Trotzdem läuft kein Laden der Stadt schlechter. Deshalb, und vielleicht nur noch diesen Sommer: Das Balke, die Kneipe für Melancholiker und Trendsetter. Kommt vorbei, bevor es voll wird. Wir freuen uns auf Eure Gesellschaft.“ Und siehe: die subversive Kraft geistreicher Selbstironie scheint zu fruchten. Man müsste den Zeitgenossen sonst auch eine gewisse Dumpfheit unterstellen, sähen sie nicht die Einzigartigkeit dieser Location, schmeckten sie nicht die Qualität der fürs leibliche Wohl sorgenden Pizzeria von nebenan, begrüßten sie nicht die Talente an den Turntables (donnerstags), schätzten sie nicht den Charme der Gastgeber und die Affinität zum runden Leder.
Aber, liebe Leute, die Krise ist noch nicht vorbei. In diesem Sinne: Wir sehen uns.

rg

 

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